Wer macht den schönsten Namensvorschlag?

Bild: Willkommen im Tierpark Recklinghausen: Tierparkleiter Stefan Klinger, Michael Sinder vom Förderverein und Tierpfleger Michael Kück freuen sich über den Einzug der noch namenlosen Asinara-Eselstute. Foto: Stadt RE
Recklinghausen. Im Recklinghäuser Tierpark im Stadtgarten ist in dieser Woche eine neue Bewohnerin eingezogen: eine seltene Asinara-Eselstute. Die weiße Eselin – die Rasse stammt von der italienischen Insel Asinara bei Sardinien – ist aus dem Zoo Stralsund nach Recklinghausen gekommen und lebt jetzt gemeinsam mit den beiden Eseldamen „Finja“ und „Romena“ im neu gestalteten Eselgehege.
Einen Namen hat die eineinhalb Jahre alte Stute noch nicht. Am Sonntag, 13. September, 11 bis 17 Uhr, ist das große Tierparkfest im Stadtgarten. Dann sind Namensvorschläge am Stand des Tierpark-Fördervereins willkommen.
An ihrem ersten Tag in neuer Umgebung war die Eselin noch etwas müde vom Transport, aber zutraulich. Sie lässt sich gerne streicheln und frisst Michael Kück, dem leitenden Zootierpfleger, schon aus der Hand. „Finja“, „Romena“ und die neue Mitbewohnerin beschnuppern sich neugierig. Noch sind die Tiere vorsichtshalber getrennt. Das Kennenlernen kann auch geräuschvoll vonstattengehen. Lautes Wiehern gehört zum Begrüßungsritual unter Eseln. Wenn sich die Eselstuten aneinander gewöhnt haben, werden Besucher sie in den kommenden Tagen gemeinsam im Außengehege sehen können.
Tierparkfest am 13. September
Finanziert hat die Anschaffung und den Transport der Asinara-Eselstute der Tierpark-Förderverein. „Auch seltene Haustierrassen wie diese schöne Eselrasse bedürfen besonderen Schutz zum Erhalt ihrer Art“, sagt Michael Sinder vom Vorstand des Fördervereins. Das Tier ist nicht nur eine Bereicherung für Recklinghausens Tierpark und eine neue Attraktion für die kleinen und großen Besucher, sondern auch ein Beitrag zum Artenschutz. Weltweit gibt es nur noch rund 350 Exemplare der Asinara-Esel, die in freier Wildbahn fast ausschließlich im Nationalpark Asinara vorkommen, erklärt Tierparkleiter Stefan Klinger: „In Deutschland werden Asinara-Esel nur in drei Parks gehalten: in Stralsund, in Oranienburg-Germendorf in Brandenburg und jetzt bei uns.“ Gemeinsam werden sich die drei Parks für die Zucht der Asinara-Esel einsetzen.
Der Recklinghäuser Tierpark ist mit dem Tierparkfest mit abwechslungsreichem Rahmenprogramm am 13. September dabei. Im Tierpark im Stadtgarten wird unter anderem der europäische Nerz, eine vom Aussterben bedrohte Art, gezüchtet. Vier Jungtiere kamen 2025 im Gehege zur Welt und wurden in Norddeutschland ausgewildert. In diesem Jahr gab es erneut vier Jungtiere, die in Estland ihre neue Heimat gefunden haben. Gehalten werden im Tierpark außerdem seltene Ziegen, Tauben, Schafe und Hühner – und jetzt auch der seltene Asinara-Esel.
Öffnungszeiten des Recklinghäuser Tierparks, Stadtgarten 2: montags bis sonntags, 9 bis 18 Uhr. Eintritt frei.

