Marl. Nachdem laut der vorliegenden Untersuchungsberichte keine Anatoxine oder andere Toxine von Cyanobakterien im Loemühlenteich nachgewiesen wurden (wir berichteten), werden die Wege rund um das Gewässer im Laufe des heutigen Tages freigegeben.
Auch die Grenzwerte für Microcystin-LR wurden deutlich unterschritten. Aufgrund dessen liegt der Verdacht auf Botulismus bei den Wasservögeln sowie Hitzestress und Sauerstoffmangel bei den Fischen nahe. „Und auch die darüber hinaus unter anderem festgestellten Substanzen aus häuslichem und landwirtschaftlichem Abwasser im Loemühlenbach sowie im Teich lassen nicht ursächlich auf das beobachtete Tiersterben schließen“, erklärt Bürgermeister Thomas Terhorst. Eine unmittelbare Gefahr für den Menschen liege damit nicht vor.
Warnung bleibt aktuell
Dementsprechend werden die Absperrungen rund um den Loemühlenteich abgebaut, der Bereich im Laufe des Tages freigegeben. Die Stadt Marl warnt jedoch ausdrücklich davor, eventuell gefundene kranke oder tote Tiere anzufassen, Wasser aus dem Teich zu trinken bzw. Tiere trinken zu lassen oder darin zu baden. Aufgrund der Wetterlage muss mit ähnlichen Problematiken auch an anderen Stehgewässern gerechnet werden. Insofern sollte auch dort Bürgerinnen und Bürger sowie Besucher die gleiche Vorsicht walten lassen.

