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Konverter-Bau: Habeck lehnt „politische“ Entscheidung ab

Dorsten/Marl. Der Bau eines Konverters für die geplante Windstromtrasse im so genannten „Korridor B“ nahe Marl-Polsum und Dorsten-Ulfkotte haben in der Bevölkerung Unsicherheit ausgelöst. Vor allem in Dorsten versucht man den Bau „auf der grünen Wiese“ zu verhindern und verweist auf die besser geeignete Fläche auf dem Kraftwerksfläche in Gelsenkirchen-Scholven. Ein Appell des Dorstener Bürgermeisters an Wirtschaftsminister Robert Habeck, brachte keinen Erfolg. Bürgermeister Stockhoff (Bild) ist enttäuscht: „Wer die Energiewende mit der Brechstange durchsetzt, wird die Menschen verlieren.“

Der Staatssekretär im Bundeswirtschaftsministerium, Dr. Philipp Nimmermann, hat Bürgermeister Tobias Stockhoff telefonisch mitgeteilt, dass Bundeswirtschaftsminister Dr. Robert Habeck und die Bundesregierung sich nicht für eine politische Entscheidung bei Uniper einsetzen würden, damit der Konverter auf der Kraftwerksfläche in Gelsenkirchen-Scholven gebaut werde.

Entscheidung folgt nur den wirtschaftlichen Interessen von Uniper

Eine politische Entscheidung hatten Bürgermeister Tobias Stockhoff sowie die Bürgerinnen und Bürger in Altendorf-Ulfkotte, unterstützt auch von den Abgeordneten der Region, Michael Gerdes MdB, Michael Breilmann MdB und Josef Hovenjürgen MdL, eingefordert. „Ich bin enttäuscht, dass sich Minister Habeck dieser Verantwortung entzieht. Er könnte auf Uniper Einfluss nehmen, will es aber nicht“, sagt Stockhoff nach dem Gespräch mit Staatssekretär Dr. Nimmermann. „Die Stadt Dorsten hält es unverändert für falsch, den Konverter auf einer bisher unbelasteten Grünfläche zu bauen. Diese Entscheidung folgt erkennbar allein den wirtschaftlichen Interessen von Uniper, die freien oder freiwerdenden Flächen in Scholven anders zu nutzen“, sagt Bürgermeister Stockhoff. „Das Ministerium hat sich nach meinem Eindruck mit den wirtschaftlich motivierten Aussagen von Uniper abspeisen lassen und ist seiner Verantwortung als Behörde für eine sachliche Abwägung nicht ausreichend nachgekommen“, so der Eindruck des Bürgermeisters.

Stockhoff betont, dass es für ihn und sicherlich auch für die betroffenen Menschen in der Nachbarschaft überhaupt nicht nachvollziehbar sei, dass die Lärmbelastung durch den Konverter nach Angaben des Staatssekretärs für die Anwohnerinnen und Anwohner in Scholven zu hoch sei. „Aber in 300 Metern Abstand zur dörflichen Wohnsiedlung Altendorf-Ulfkotte scheint das für den Bundeswirtschaftsminister dann kein Problem mehr zu sein. Ich hoffe, das kann die Bundesregierung den Bürgerinnen und Bürgern glaubhaft vermitteln. Ich kann es nicht“, so Tobias Stockhoff.

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