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Für den Ernstfall gewappnet

Bild: Patrick Hummel, Mitarbeiter der Wachbereitschaft, klettert vom Dach des Aufzugs in das höhergelegene Stockwerk.

Recklinghausen. Im Ernstfall muss alles schnell gehen. Das ist für die Brandschützer der Recklinghäuser Feuerwehr Alltag – doch Vorbereitung ist dabei alles. Gleich dreimal in der vergangenen Woche besuchten die hauptamtlichen Wachbereitschaften der Feuerwehr das Knappschaftskrankenhaus Recklinghausen, sodass die Laufwege, der Einsatz des Feuerwehraufzugs und die Löschwassereinspeisung allen Brandschützern bekannt sind.

„An das Knappschaftskrankenhaus werden als Sonderbau hohe Anforderungen an den baulichen, den anlagentechnischen und den organisatorischen Brandschutz gestellt“, sagt Felix Hoffrogge, Sachbearbeiter Vorbeugender Brandschutz der Feuerwehr Recklinghausen, der die Schulung vor Ort leitete. „Heute liegt das Augenmerk auf der Anlagentechnik und seiner Bedienung. Besonders wichtig für die Brandbekämpfung ist der Feuerwehraufzug. Während eines Brandereignisses fahren alle Aufzüge im Krankenhaus ins Erdgeschoss und bleiben dort stehen. Einzig der Feuerwehraufzug bleibt im Einsatz. Hierüber evakuieren die Einsatzkräfte Patientinnen und Patienten oder bringen schweres Gerät zum Brandherd.

Rettung ins höhergelegene Stockwerk

Feuerwehraufzüge haben ihre Besonderheiten: Sie verfügen über eine spezielle Steuerung, die auch das Fahren bei Verrauchung ermöglicht. „Den Fuß in die Aufzugstür zu halten ist generell keine gute Idee. Aber im Brandfall darf man das auf gar keinen Fall“, sagt Rene Parzy, Technischer Dienst Knappschaftskrankenhausen Recklinghausen. Denn die Lichtschranke sei dann ausgeschaltet, da die Aufzugtür sonst von Rauchschwaden gestört würde und der Aufzug stehen bliebe, so Parzy.

Zur Selbstrettung hat der Fahrstuhl einen Notausstieg. Sollte er stecken bleiben, können sich die Feuerwehrleute über eine Luke in der Aufzugdecke befreien. Sie steigen dann auf das Dach der Fahrkabine und über eine Leiter, die dort immer bereitsteht, ins höhergelegene Stockwerk. Keine einfache Aktion mit schwerer Ausrüstung – gut, wenn man den Aufzugschacht dann schon einmal probeweise durchklettert ist und genau weiß, was zu tun ist. Hilfreich sei für den Ernstfall zudem, dass viele Kollegen/-innen das Krankenhaus aus dem Rettungsdienst sehr gut kennen, erläutert Felix Hoffrogge.

Nach dem gut einstündigen Schulungstermin sind die Wachbereitschaften wieder bestens für den Krisenfall gewappnet, der hoffentlich niemals eintreten wird.

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