
Bild: Regierungspräsident Andreas Bothe zeichnete Ben Lennertz (l.) und Henri Zwirnlein aus. Foto: BR Münster
Marl. Umsichtig und schnell haben zwei junge Marler Schlimmeres verhindert. Dafür erhielten sie von Regierungspräsident Andreas Bothe jetzt eine öffentliche Belobigungsurkunde. Als Ben Lennertz und Henri Zwirnlein beim Fußballspielen die Hilferufe ihres Nachbarn hörten, reagierten sie blitzschnell.
„Ihr habt mit Eurem Handeln Eurem Nachbarn wahrscheinlich das Leben gerettet. Ich hoffe und wünsche mir, dass sich alle Kinder und Jugendlichen, aber auch alle Erwachsenen, an Eurem Verhalten ein Beispiel nehmen und in Not geratenen Menschen helfen“, so Regierungspräsident Andreas Bothe.
Am 1. Mai 2023 (wir berichteten damals) spielten die beiden Neunjährigen auf einem Garagenhof in der Nachbarschaft Fußball. Dabei flog der Ball über die Garage in den Garten von Gert Pelster. Ben Lennertz und Henri Zwirnlein liefen zu seiner Haustür und klingelten, um ihren Ball wieder zu holen. Das passierte schon öfters. Doch diesmal öffnete der Nachbar nicht. Denn Gert Pelster lag bereits seit etwa zwei Stunden auf dem Boden seines Schlafzimmers. Er war aufgrund eines Blutgerinnsels rechtsseitig gelähmt und konnte sein Telefon nicht erreichen. Als er das Klingeln der beiden Schüler hörte, rief er um Hilfe. Ben und Henri hörten die Rufe und informierten geistesgegenwärtig Henris Großvater, der daraufhin den Rettungsdienst informierte.
Die Öffentliche Belobigung, die die beiden Jungen jetzt erhielten, ist eine staatliche Anerkennung für eine Rettungstat. Die Anregung für eine öffentliche Belobigung oder für eine Rettungsmedaille kann jede und jeder an die zuständige Bezirksregierung oder Staatskanzlei des Landes NRW schicken.

