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Bürger diskutieren über Marl

Vertiefungswerkstatt: Marler im Austausch mit der Stadtverwaltung

Bild: In der Scharounschule diskutierten Baudezernentin Andrea Baudek (vorne rechts) und ihr Verwaltungsteam an verschiedenen Themeninseln mit den Marler Bürgerinnen und Bürgern.

Marl. Wohnen und Arbeiten, Mobilität, Klimaschutz und Anpassung an den Klimawandel sowie Digitalisierung sind nur einige Beispiele des neuen Marler integrierten Stadtentwicklungskonzept ISEK 2030+. Auf Basis einer ersten Auftaktveranstaltung und deren Ergebnisse sowie Handlungsoptionen für die einzelnen Ortsteile wurde die Bürgerschaft nun erneut mit einbezogen, in einer sogenannten Vertiefungswerkstatt aktiv diesen ISEK-Prozess zu begleiten.

Die Stadt Marl hatte dazu in die Scharounschule eingeladen, um dort über die verschiedenen Maßnahmenideen zu diskutieren und  sich die Vorstellungen der Menschen vor Ort anzuhören. Gemeinsam mit dem beauftragten Planungsbüro und dessen Geschäftsführer Joachim Sterl kam Baudezernentin Andrea Baudek mit Markus Schaffrath (Leiter des Amtes für Stadtplanung und integrierte Quartiersentwicklung) und einigen Mitarbeitern an kleinen Themeninseln mit den Bürgern ins Gespräch.

Dabei ging es vor allem um insgesamt  13 Leitlinien (diese reichen von einer lebendigen Innenstadt über die Grünflächenentwicklung bis hin zur Digitalisierung und integrierten Quartiersentwicklung) und Marl als klimafreundliche Stadt, als soziale Stadt und als zukunftsfähige Stadt. Aufgeteilt waren die Projekte in geografische Sektoren: „Stadtteilübergreifend“, „Stadtmitte“, „Hüls“, „Sinsen-Lenkerbeck, Hamm/Sickingmühle“ und „Drewer, Brassert, Alt-Marl, Polsum“.

Wunsch nach einer  Willkommenskultur

An den Themeninseln wurde dann teils intensiv diskutiert, wobei beispielsweise der Wunsch nach einer intensiveren Willkommenskultur aufkam. Für Sinsen erhoffen sich einige Marler neue Spiel-und Sportangebote wie einen Dirtpark (Geländestrecke für BMX und Mountainbike).  

Auch für andere Stadtgebiete ist die Wunschliste der Menschen vor Ort groß. So sind vor allem verbesserte und ausgebaute Radwege wünschenswert, ebenso Schwammstädte und regenerative Energiegewinnung mit Bürgerbeteiligung. Zudem sollte die Stadt gemeinsam mit dem Chemiepark Innovationen und positive Entwicklungen mehr publik machen und für sich werben. Dies könnte in Form einer Medienstrecke entlang der Rappaportstraße und Herzlia Allee geschehen. Auch das Thema Hochschule (für das Handwerk) mit studentischem Leben können sich die Marler als attraktiven Magneten für junge Menschen vorstellen.

Stadtmitte bleibt ein Thema

Ein polarisierendes Thema ist und bleibt die Stadtmitte mit dem dazugehörigen Verkehrskonzept: Soll die Josef-Lazuga-Straße weiterhin für den Verkehr geöffnet bleiben? Wie kann das Gastronomieangebot verbessert und vergrößert werden? Wie kann die soziale Struktur verbessert werden? Darüber hinaus war der Wunsch groß, kleinere Projekte und Maßnahmen schnell umzusetzen und nicht noch Jahre zu warten. Die Liste der Anregungen ist lang geworden.

Ratsbeschluss könnte im Sommer folgen

Gemeinsam mit der Verwaltung wird das Planungsbüro das Konzept weiter ausarbeiten, damit der Rat der Stadt Marl im Sommer 2023 dieses beschließen kann. „Wir werden dabei keinen Vorschlag unter den Tisch fallen lassen, sondern jede Idee mit einbeziehen“, versprach Joachim Sterl am Ende des Abends.

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