Marl. In der Nacht zu Sonntag sind auf dem Gelände des „Ani-Markts“ in Marl-Lenkerbeck gespendete Hilfsgüter für die Erdbebenopfer in der Türkei und Syrien in Flammen aufgegangen. Nach Polizeiangaben wird der Sachschaden auf 25.000 EUR geschätzt, 30 Feuerwehrleute waren im Einsatz.
Warum es auf dem Gelände des türkischen Supermarktes gebrannt hat, ist noch nicht bekannt. Am Montag werden Spezialisten der Polizei den Brandort untersuchen. Die Höhe des Sachschadens kommt auch dadurch zustande, dass die Fassade eines Kühlhauses und ein elektrisches Kühlaggregat von den Flammen erfasst wurden.
Von den Sachspenden sind nach ersten Erkenntnissen nur Waren verbrannt, die aussortiert worden waren und nicht in die Türkei transportiert werden sollten.
Aktualisierung: Wie die Polizei zwischenzeitlich bekannt gab, zündeten Unbekannte die hier gelagerten Güter vorsätzlich an. Nach ersten Erkenntnissen handelte es sich dabei um noch nicht vorsortierte Hilfsgüter (Bekleidung, Lebensmittel, Tiernahrung). Der Polizei Recklinghausen liegen Videoaufnahmen vor, auf denen mutmaßlich zwei Tatverdächtige auf dem Gelände zu sehen sind.
Neben dem Fachkommissariat für Brandermittlungen ermittelt auch der Staatsschutz. Auf dem Video ist zu sehen, dass einer der Tatverdächtigen einen Gegenstand von der Wand reißt und verbrennt. Dabei soll es sich um eine türkische Flagge handeln.

