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Rettungseinsatz für einen Reiher

Wer ist hier der Patient? Der Reiher links im Bild oder der im Wasser? Die Feuerwehr half auf jeden Fall dem Richtigen. Foto: Bludau

Dorsten. Tierischer Rettungseinsatz für einen Reiher in misslicher Lage: Im Dorstener Ortsteil Barkenberg hatten mehrere besorgte Nachbarn gegen Mittag die Feuerwehr alarmiert, weil sich das Tier in einem privaten Gartenteich in einer Schnur verfangen hatte und sich nicht mehr aus eigener Kraft befreien konnte.

Nach kurzer Zeit erschienen die Retter der hauptamtlichen Wache vor Ort und machten sich ein Bild von der Lage. Der Gartenteich mit Fischbestand war eigentlich zum Schutz vor Vögeln mit Schnüren überspannt worden. Doch genau diese Schnüre erkannte ein Reiher wohl zu spät und verfing sich mit einem Flügel so unglücklich, dass er nicht mehr von der Stelle kam.

Evtl. wurde der wildlebende Reiher auch von einem künstlichen Artgenossen angelockt, der am Teich zur Zierde aufgestellt war. Mit lauten Schreien machte der echte Vogel lautstark auf sich aufmerksam und weckte so das Interesse gleich mehrerer Nachbarn.

Die beiden eingesetzten Feuerwehrmänner zogen sich dicke Handschuhe an und packen unerschrocken zu. Danach wurden die Schnüre durchtrennt und fein säuberlich aus dem Flügel entfernt. Ein wenig zerzaust konnte der Patient danach aus eigener Kraft den Teich wieder verlassen. Er benötigte erst einmal ein paar Minuten Ruhe, um sein Gefieder zu richten, stolzierter dann aber aus eigener Kraft durch das Gartentor und machte sich aus dem Staub. Augenscheinlich war das Tier unverletzt. Ob sein Stolz ein wenig gelitten hatte, darüber ist nichts bekannt. Die Nachbarn waren jedenfalls froh über den gelungenen Rettungseinsatz und bedankten sich noch bei den Feuerwehrleuten.

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