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Warnstreik im Rathaus


Foto: Bludau

Dorsten/Vest. Heute Morgen traten, wie angekündigt, Mitarbeiter des öffentlichen Dienstes in den Streik und folgten damit der Gewerkschaft ver.di, die eine begrenzte Anzahl ihrer Mitglieder zum ganztägigen Warnstreik aufgerufen hatte.

So versammelten sich am Freitagmorgen rund 80 bis 100 Mitarbeiter der kommunalen Verwaltung Dorsten zu einer Kundgebung beim Leo in Hervest. Los ging es gegen 9 Uhr. Unter anderem bleibt an diesem Tag der Wertstoffhof des Entsorgungsbetriebes ganztägig geschlossen. Auch kann es zu Einschränkungen in den Diensten der Stadtverwaltung kommen.

Ella Rieder und Eric Lobach von der ver.di hielten Ansprachen und organisierten den Protest.

In mehreren NRW-Städten wird heute wie am Vortag der öffentliche Nahverkehr bestreikt. Der Kreis Recklinghausen ist davon nicht betroffen.

Hintergrund: In der aktuellen Tarifrunde fordert ver.di 10,5 Prozent mehr Einkommen, mindestens aber 500 Euro mehr für die Beschäftigten im Öffentlichen Dienst von Bund und Kommunen.

Die Vereinigung der Kommunalen Arbeitgeber in Nordrhein-Westfalen hat die Forderung abgelehnt. Sie sei wirtschaftlich nicht vertretbar. Eine Lohnerhöhung von mindestens 500 Euro monatlich entspreche einer durchschnittlichen Lohnerhöhung um 15 Prozent und in den unteren Lohngruppen von bis zu 25 Prozent, sagte Hauptgeschäftsführer Bernhard Langenbrinck. Bundesweit würde dies Mehrkosten von über 15 Milliarden Euro jährlich bedeuten.

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