
Marl. Dem Flugzeugabsturz im Naturschutzgebiet „Die Burg“ folgte ein heikler Einsatz des Technischen Hilfswerks (THW) Marl. Aufgabe war, das in der vorigen Woche abgestürzte Flugzeug aus dem Waldgebiet in Marl zu bergen und abzutransportieren. Dafür mussten ein Moorgebiet, mehrere Senkungen und zwei Bachläufe überquert werden.
In einer eintägigen Vorbereitungszeit wurden kleine Pfade und Holzbrücken gebaut. Im zweiten Gang wurde dann das Flugzeug in handliche Stücke zerlegt und mit Muskelkraft zu dem in 250 Meter entfernten LKW gebracht. Eine besondere Aufgabe war der Transport des Motors, der wegen des hohen Eigengewichtes von cirka 250 kg besondere Hilfsmittel erforderte. „Dieser Einsatz verlangte von allen Helfern das gelernte technische Verständnis und jede Menge „Manpower“ ab“, sagte Markus Mainitz-Rasche vom THW im Gespräch mit dem Sonntagsblatt.
Bei dem Absturz der zweimotorigen Sportmaschine waren ein Pilot und sein Flugschüler in das Waldgebiet in der Nähe der Autobahn A43 gekracht. Die beiden Männer, ein 69-Jähriger aus dem niedersächsischen Bockhorn und ein 40-Jähriger aus Hamm, mussten von einem Polizeihubschrauber per Seilwinde aus dem unzugänglichen Unterholz geholt und ins Krankenhaus gebracht werden.
Lehrer und Schüler waren bei einer Durchstart-Übung auf dem Flugplatz Loemühle, dabei sei das Fahrwerk nicht ausgefahren, so die Auskunft der Bezirksregierung Münster. Die Maschine, eine zweimotorige Grumman GA-7 Cougar, habe mit Propeller und Rumpf den Boden berührt und sei zunächst wieder hochgekommen und über die A43 geflogen, dann aber in den Wald gestürzt. Das Flugzeug gehört der Flugschule Marl und war auf dem Flugplatz Loemühle stationiert.

