Vest. Die Städte des Kreises müssen noch einmal für die Deutsche Einheit zusätzlich in die Tasche greifen. Neun der zehn Städte müssen zusammen 2,15 Millionen abführen. Nur bei Marl ist es umgekehrt, es bekommt 1,2 Millionen zurück.
Dabei hatte das Land die Neuberechnung der Einheitslasten als gute Nachricht verkauft. Nach den Berechnungen des NRW-Innenministeriums bekommen die Städte und Gemeinden im nächsten Jahr rund 107 Millionen zurück. Das sei der Betrag, der zu viel gezahlt worden sei.
Bei den finanzschwachen Städten des Kreises hatten diese vorab zu wenig gezahlt und müssen nun nachlegen: Dorsten 545.000, Recklinghausen 422.000, Herten 243.000 und Haltern immerhin noch 26.000 Euro. Einziger Gewinner ist Marl. Weil Marl eine starke Chemie und hohe Steuereinnahmen hat, wurden auch hohe Solidarbeiträge berechnet. Dafür gibt es nun Geld zurück.
Mit den Zahlungen der einzelnen Städte ist es nicht getan. Auch der Kreis muss 1,038 Millionen nachzahlen, außerdem der Landschaftsverband 11,9 Millionen – daran sind die Städte noch einmal anteilmäßig beteiligt. Seit 1991 sind inzwischen mehr als 450 Millionen Euro in die neuen Bundesländer gegangen.

