Nach 2.600 Einsätzen wird es ruhiger – Bombe in Dorsten entschärft
Vest. Das Unwetter hat im Kreis Recklinghausen große Schäden angerichtet. Betroffen war vor allem der Osten des Kreises. Die über 1.000 Einsatzkräfte von Feuerwehr und Technischem Hilfswerk hatten am Dienstag Abend mehr als 2.600 Einsätze abgearbeitet, wobei noch mehr als 100 Einsätze offen sind. Nach derzeitigem Informationsstand gab es sechs verletzte Einsatzkräfte, die zum Teil im Krankenhaus behandelt werden mussten.
Ein Großteil der gesperrten (Haupt-) Straßen ist wieder befahrbar. Die Cäcilienhöhe in Recklinghausen ist noch nicht wieder frei, auch im Umfeld der Castroper Straße gibt es nach wie vor Probleme. Entgegen früherer Informationen ist auch die Devensstraße in Oer-Erkenschwick noch gesperrt. In Datteln sind aktuell noch Redder Straße, Bahnhofstraße, Zechenstraße und Sutumer Straße für den Verkehr gesperrt.
Die meisten Probleme gab und gibt es mit umgestürzten Bäumen, die auf Staßen, Wege und Gebäude gefallen sind. Sehr oft ist eine Drehleiter notwendig, um die Bäume zerlegen zu können. Die Liste der Einsätze, bei denen eine Drehleiter benötigt wird, ist daher noch immer lang. Neben den Einsatzkräften sind auch die Mitarbeiter der Betriebshöfe mit allen verfügbaren Kräften im Einsatz.
In den meisten Städten geht man in den Grünflächenämtern davon aus, dass die Aufräumarbeiten zwei Wochen andauern werden.
Nach aktuellem Stand der Dinge sollten heute im Laufe des Tages alle Straßen wieder befahrbar sein. Das gilt allerdings nur für die Straßen. Viele Wälder, Parks und auch Friedhöfe sind momentan für Besucher gesperrt, da heruntergefallene Äste die Wege versperren. Außerdem können lose Äste von den Bäumen herunterfallen. Daher sollten die Absperrungen zur eigenen Sicherheit unbedingt beachtet werden.
Aufatmen konnten gestern Abend die Menschen in Dorsten. Die in der Innenstadt am Dienstag gefundene Bombe wurde um 19 Uhr entschärft, die Anwohner konnten zurück in ihre Häuser.

