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Nur noch mit grüner Plakette

Vest. Die Bewohner des Kreises Recklinghausen müssen ab Juli aufpassen: In der Umweltzone Ruhrgebiet darf dann nur noch mit der grünen Umweltplakette gefahren werden. Das Problem: Nur ein südlicher Teil des Kreises liegt in dieser Zone, die nördliche nicht.

Genau genommen liegen nur Herten (bis auf eine kleine Ecke) und der größte Teil der Stadt Recklinghausen in der Umweltzone Ruhrgebiet, die insgesamt 850 qkm umfasst. Ziel ist es, die Feinstaub-und Stickstoffdioxidbelastung der Luft zu reduzieren.

2012 durfte noch jedes Fahrzeug mit Umwelt-Plakette in die Umweltzone einfahren. Ein Jahr später mussten Autos mit roter Plakette draußen bleiben. Ab 1. Juli 2014 ist die Einfahrt nur noch für Fahrzeuge mit grüner Plakette erlaubt.

Für Autobahnen als Transitstrecken gilt die Plakettenpflicht nicht. Um die wirtschaftlichen Folgen der Fahrverbote für Bewohner und Wirtschaftsbetriebe abzufedern, sind Ausnahmegenehmigungen vorgesehen.

Im Oktober.2008 wurden als erstes neun einzelne Umweltzonen im Ruhrgebiet mit 225 qkm eingerichtet. Die Staubbelastungen sanken, doch die gesetzlichen Feinstaubgrenzwerte konnten nicht flächendeckend eingehalten werden. Seither arbeiten aller Städte an Luftreinhalteplänen.

Ab Juli haben im Ruhrgebiet nur noch Fahrzeuge der Schadstoffgruppe 4 freie Fahrt.

Wer ohne grüne Plakette in einer Umweltzone fährt, wird mit 80 Euro Bußgeld belegt.

Es gibt jedoch auch Ausnahmen, die unter anderem Arbeitsmaschinen, zwei-und dreirädrige Kraftfahrzeuge sowie bestimmte Oldtimer umfassen. Auch Diesel-Kraftfahrzeugen, für die derzeit keine geeigneten Nachrüstsysteme verfügbar sind, sind befreit. Sollte es ein Nachrüstsystem geben, jedoch nicht lieferbar sein, ist bei entsprechender Bestätigung des Herstellers ebenfalls diese Ausnahmeregelung möglich.

Dieser Nachweis ist unbegrenzt gültig und bedarf keiner weiteren Behandlung durch die Zulassungsbehörden.

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