
Bild: Prof. Dr. Reinhard Klenke überreicht das Bundesverdienstkreuz an Dr. Gudrun Bülow
Marl/Münster. Mit dem Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland hat heute (6. Mai) Regierungspräsident Prof. Dr. Reinhard Klenke die 60-jährige Unternehmerin Dr. Gudrun Bülow aus Marl geehrt.
„Sie sind eine beispielgebende Unternehmerin. Sie haben vorgemacht, wie sich unternehmerischer Erfolg und staatsbürgerliche Verantwortung ergänzen können“, sagte der Regierungspräsident. „Die Emscher-Lippe-Region braucht Menschen wie Sie.“
Dr. Gudrun Bülow ist Geschäftsführerin des Marler Unternehmens Dr. Bülow & Masiak, das auf hochwertige IT-Dienstleistungen spezialisiert ist. Seit 1998 ist sie im Regionalausschuss Kreis Recklinghausen der Industrie-und Handelskammer (IHK) Nord Westfalen aktiv. Im Jahr 2004 übernahm sie die den stellvertretenden Vorsitz und wurde dann im Jahr 2010 zur Vorsitzenden gewählt. Der Ausschuss befasst sich vor allem mit den regionalen wirtschaftlichen Angelegenheiten und Entwicklungen im Kreis Recklinghausen.
Seit 2003 gehört sie außerdem der Vollversammlung der IHK Nord Westfalen an und hat im Jahr 2010 die Verantwortung als Vizepräsidentin übernommen. Im Jahr 2012 hat Bülow den Vorsitz im Vorstand der Vestischen Gruppe übernommen. Diese Gruppe fungiert als Interessenvertretung der Wirtschaft in den Städten Bottrop, Gelsenkirchen und im Kreis Recklinghausen.
Dr. Gudrun Bülow ist es ein besonderes Anliegen Jugendliche und Auszubildende zu fördern. Seit 1998 ist ihr Unternehmen anerkannter Ausbildungsbetrieb. Außerdem bietet sie jungen Menschen Betriebspraktika an und stärkt die Rolle der Frau in der Wirtschaft.
Die Belebung des Wirtschaftsstandorts Marl ist zentrales Ziel des Wirtschaftsclubs Marl e. V., dessen Vorsitzende Bülow seit 2005 ist. Im Rahmen der „Frauen-Arbeits-Gemeinschaft-Emscher-Lippe“ sowie des „Zentrum Frau in Beruf und Technik“ begleitet sie von Anfang an die Netzwerkaktivitäten der Wirtschaftsfrauen in der Region.
Gemeinsam mit Castrop-Rauxels Bürgermeister ist Bülow seit August 2012 Beiratsvorsitzende des „Kompetenzzentrums Frau & Beruf Region Emscher Lippe“. Dabei ist es vorrangiges Ziel, die Erwerbstätigkeit von Frauen zu fördern und dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken.
Ende 2012 hat Dr. Gudrun Bülow das Projekt „Emscher-Lippe-21 -Eine Region steht auf!“ mit aus der Taufe gehoben. Dabei geht es darum, den Strukturwandel in der Region anzutreiben. Gemeinsam mit Mitstreitern aus dem Wirtschaftsclub Marl e.V. recherchierte sie die regionalpolitische Situation, bewertete und entwickelte sie einen Forderungskatalog, der sich an alle gesellschaftlichen Gruppen richtet.
Seit Oktober 2001 ist die Unternehmerin auch Handelsrichterin am Landgericht Essen und hat seitdem an über 70 Sitzungen teilgenommen.

