Werbe hier
Veröffentlicht in

Mehr „ambulantes“ Wohnen statt Wohnheime

Kreis. Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) hat im vergangenen Jahr rund 255,5 Millionen Euro im Kreis Recklinghausen ausgegeben. Behinderten und pflegebedürftigen Menschen kam der Großteil des Geldes zugute, erklären die (sieben) LWL-Abgeordneten des Kreises gemeinsam.

Rund 153,6 Millionen Euro flossen in sozialen Aufgaben, beispielsweise an die Einrichtungen des LWL-Wohnverbundes Marl-Sinsen oder an das Haus Regenbogen in Recklinghausen.

„Mit dem Geld finanziert der LWL die Inklusion von Menschen mit Behinderungen, zum Beispiel das selbstständige Wohnen“, so die Abgeordneten. Angesichts der steigenden Zahl gehandicapter Menschen solle das Ambulant Betreute Wohnen noch stärker als Alternative neben den Wohnheimen gefördert werden. Der LWL unterstützte im vergangenen Jahr 1.691 (2011: 1.538) Menschen im Kreis, die allein oder zu mehreren in den eigenen vier Wänden leben.

<B>440 Kinder mit Behinderungen

Im Jahr 2012 bezahlte der LWL 1.729 Wohnheimplätze und 2.437 Plätze in Werkstätten für Menschen mit Behinderung. Das LWL-Integrationsamt gab rund zwei Millionen Euro aus Mitteln der Ausgleichsabgabe aus, um Menschen mit Handicap ins Arbeitsleben zu integrieren, ihren Arbeitsplatz umzugestalten oder zu erhalten. Den Ausgleich zahlen Betriebe, die gemessen an ihrer Mitarbeiterzahl zu wenige schwerbehinderte Menschen beschäftigen.

Im Kreis Recklinghausen gingen 440 Kinder mit Behinderungen in einen Förderschulkindergarten oder eine Förderschule des LWL. Rund 3,6 Millionen Euro zahlte der Landschaftsverband dafür, dass 491 Kinder zusammen mit ihren nichtbehinderten Altersgenossen eine von 188 Regel-Kindertageseinrichtungen besuchen konnten.

Der LWL beschäftigt im Kreis Recklinghausen 1.085 Mitarbeiter, zum Beispiel in den LWL-Kliniken Herten und Marl-Sinsen, im LWL-Jugendhilfezentrum Marl oder im LWL-Industriemuseum Schiffs-hebewerk Henrichenburg in Waltrop. Der Kreis Recklinghausen zahlte 2012 einen Mitgliedsbeitrag in Höhe von 127,9 Millionen Euro an den Kommunalverband.

In der Landschaftsversammlung Westfalen-Lippe wird der Kreis vertreten durch Cornelia Gruse-Kettler (Haltern, CDU), Ludger Samson (Dorsten, CDU), Brigitte Puschadel (Gladbeck, SPD), Eva Steininger-Bludau (Castrop-Rauxel, SPD), Birgit Sandkühler (Marl, Bündnis 90/Die Grünen), Rolf Kohn (Recklinghausen, Die Linke) und Wilhelm Zachraj (Dorsten, Die Linke).

Werbe hier