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Marl: Eine Ampel für die Reiter

Marl. Die Reitwege in der Hohen Mark sind 30 Kilometer lang, das Reitnetz in der Haard gar 100. Zwei neue Wege sollen demnächst neu angelegt werden. Doch der Vorschlag des Kreises, für die Überquerung der Recklinghäuser Straße (B225) eine Reiterampel zu installieren, geht der Stadt Marl dann doch zu weit. Sie will die Autofahrer schützen und lehnt die besondere Ampel ab.

Zunächst waren sogar zwei Reiterampeln geplant. Eine südlich der ehemaligen Schachtanlage 8 in Richtung Süden, eine weitere ein Stück weiter östlich, in Verlängerung der Eichenstraße. An dieser Ampel hält der Kreis fest, die Stadt lehnt sie ab.

Begründung Marls: Auf der B225 darf 80 km/h gefahren werden, die Querung liege in einer Kurve und würde für Autofahrer unerwartet kommen. Für die Ampel müsste der Verkehr drastisch gedrosselt werden, mindestens auf 50 km/h. Und das auf einer der wichtigsten Ost-West-Verbindungen im Kreis.

Nicht dass Marl den Reitsport links liegen lässt. Etliche große Reiterhöfe haben sich hier bereits niedergelassen. Erfolgreiche Reiter haben zahlreiche deutsche und europäische Meistertitel gewonnen, freut sich Marl im Internet.

Jetzt sollen zwei weitere Reitwege gebaut und ausgewiesen werden. Zum einen soll der vom ehemaligen Schacht 8 kommende Reitweg nach Osten verlängert werden. Dazu bekommt er einen entsprechenden Unterbau. Außerdem soll ein schmaler Weg, der in der Matena nach Osten führt, als Reitweg ausgewiesen. Antragsteller ist der Kreisreiterverband, finanziert wird die Herrichtung über die Reiterabgabe. Der Stadt Marl entstehen keine Kosten.

Die Maßnahmen sind Teil einer weiteren Vernetzung und eines weiteren Ausbaus der Reitwege unter Einbeziehung privater Grundstückseigentümer und der örtlichen Reitbetriebe.

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