Vest. Sie habe Tritte und Schläge bekommen und ausländerfeindliche Äußerungen gehört – dieses Anzeige machte eine 13-jährige immigrierte Marlerin (Muslima) bei der Polizei. Doch tatsächlich war alles ganz anders.
Das Mädchen gab an, am 1. März von maskierten Tätern in Marl in einem Waldstück zwischen der Dormagener Straße und der Knappenstraße angegriffen worden zu sein. Ihre Verletzungen mussten stationär in einem Krankenhaus behandelt werden.
Die Polizei nahm die Angaben sehr erst und richtete die „EG Maske“ ein. Durch umfangreiche Ermittlungen konnte der tatsächliche Tathergang dann geklärt werden. Danach steht fest, dass der angebliche Überfall gar nicht stattfand. Täter war der 22-jährige Bruder der Geschädigten, der seiner Schwester die Verletzungen nach einem Streit zugefügt hatte. Motiv war, dass das Opfer zum wiederholten Male nicht die Moschee besuchte. Die 13-Jährige wollte ihren Bruder durch die falschen Angaben schützen, fand die Polizei heraus. Die Ermittlungsgruppe wurde danach wieder aufgelöst.

