Dorsten. Erst wurde eine Abfallbehandlungsanlage spontan von der Bezirksregierung geschlossen, dann gab es einige Tage später wieder Entwarnung: Die Grenzwerte seien doch nicht überschritten worden.
Die unangekündigte Inspektion einer Abfallbehandlungsfirma in Dorsten durch Fachleute der Bezirksregierung und des Landesumweltamtes (Lanuv) führte zwei Wochen später – nach Auswertung von drei der sieben Proben – zu einer Stilllegung eines Teiles der Anlage.
Maßgeblich war das Ergebnis einer Flüssigkeitsprobe aus einer Wanne unterhalb eines Arbeitsplatzes zur Kleintransformatorenzerlegung. Das dort gesammelte Öl war deutlich mit PCB belastet, so die Bezirksregierung. Die Genehmigung habe nur die Zerlegung von Transformatoren bis 50 mg PCB (PCB-freie Trafos) gestattet. Hinweise auf eine Gefährdung der Arbeitnehmer sah die Bezirksregierung nicht.
Inzwischen wurde die Sperrung wieder aufgehoben, nachdem „Wischproben“ im Sozialbereich (Umkleideräume) auf mögliche Verschleppungen von PCB-Belastungen aus dem Arbeitsbereich untersucht worden waren. Es fand sich aber nur eine niedrige Konzentration. „Es besteht kein Anlass zur Besorgnis, dass etwaige PCB-Belastungen in den Sozialbereich verfrachtet wurden“, so die Bezirksregierung. Selbst in der kleinen stillgelegten Halle wurde der „Reinigungszielwert“ (1 mg/qm) unterschritten.

