
Immer mehr Jugendliche entscheiden sich dafür, in eine Großstadt zu ziehen. Dabei beachten sie nicht, dass Metropolen auch Nachteile im Gegensatz zur Kleinstadtidylle haben. Denn das Leben in Kleinstädten hat durchaus einige Vorzüge zu bieten.
Es heißt, dass Menschen, die das ganze Leben in Großstädten wohnen, oft eher am Burn-out-Syndrom leiden als bei Menschen in ländlichen Gebieten. Natürlich lebt es sich in einer großen Stadt anders als in einer Kleinstadt oder gar auf dem Land. Welche Unterschiede in den Lebensweisen bestehen, erklären wir hier.
Ruhe vs. Lärmbelästigung
Nehmen wir Berlin als Beispiel. Die Metropole hat 3,5 Millionen Einwohner, außerdem kommen im Jahr 8 Millionen Besucher in die Stadt. Das bedeutet, dass sich im Schnitt über 10 Millionen Menschen von einem Ort zum anderen bewegen. Das verursacht nicht nur Stress aufgrund von Verzögerungen, sondern auch Lärm. Dazu gehört nicht nur der Verkehrslärm, denn Berlin ist auch eine Party-Stadt. Oft hört man Menschenmassen, die nachts grölend durch die Straßen laufen. Und als wenn das nicht genug wäre, verfügt Berlin außerdem noch über zwei Flughäfen. Damit ist die Hauptstadt ein gutes Beispiel für extreme Lärmbelästigung. In einer kleineren Stadt wären diese Umstände nicht gegeben. Da kann man nachts schlafen, ohne permanent von anderen geweckt zu werden.
Wohnraum vs. Wohnungsknappheit
Ein weiterer Nachteil von Großstädten ist die derzeit extreme Wohnungsknappheit. Vor allem in Ballungszentren treibt dieses Phänomen die Mieten in die Höhe. Die Lage auf dem Wohnungsmarkt verschlimmert sich dramatisch. Besonders in den Großstädten ist die Situation prekär. Die Knappheit sorgt dafür, dass man inzwischen für ein Zimmer in einer WG genau so viel zahlen muss wie früher für eine 2-Zimmer-Wohnung. Die Immobilienpreise und Mieten in ländlichen Gebieten sind davon nicht betroffen. In Städten wie Marl kann man zum Beispiel noch problemlos eine Wohnung mit ausreichend Platz mit zu einem günstigen Preis finden.
Vertrautheit vs. Anonymität
Großstädte sind geprägt durch Anonymität. Oft lässt man sich einfach von der Masse treiben, denn in einer Großstadt kennt niemand alle Einwohner. In dörflichen Gegenden ist das Gegenteil gang und gäbe. Dort ist es viel einfacher, sich ein soziales Netzwerk aufzubauen und die Kontakte zu anderen Menschen zu pflegen. Wer also eine familiäre Atmosphäre bevorzugt, ist in Kleinstädten gut aufgehoben, denn dort geht man garantiert nicht in der gesichtslosen Masse unter. Das gilt auch für das soziale Umfeld beim Studium. Während man in Großstädten bei Vorlesungen oft ziemlich verloren ist, kennt man in ländlichen Regionen fast jeden Kommilitonen beim Namen.
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