Werbe hier
Veröffentlicht in

Einkaufen bleibt Frauensache

Vest. Während halb Deutschland sich darüber erregt, was Sexismus ist und wie man ihn aus der Welt schaffen kann, ordnet die andere Hälfte das alltägliche Leben: Wer geht für den Haushalt einkaufen? Eine Studie zeigt: Beide Partner sind gleichauf. Und doch gibt es Unterschiede.

Zwar sind in Deutschland immer mehr Frauen berufstätig, trotzdem übernehmen sie nach wie vor häufiger als Männer die Haushaltseinkäufe. Das gilt insbesondere für Familien mit Kindern. Die Lücke zwischen Frauen und Männer bei der wöchentlichen Einkaufszeit hat sich allerdings deutlich verringert. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Rheinisch-Westfälischen Instituts für Wirtschaftsförderung Essen (RWI) und der Bergischen Universität Wuppertal.

Insbesondere Familienväter verbrachten mehr Zeit im Supermarkt. 1996 war der Abstand noch 140 Minuten, bis 2009 sank er auf unter 40 Minuten. Während 1996 Frauen durchschnittlich 6 und Männer 3,5 Einkaufstouren machten, waren es 2009 für beide Partner rund 4. Zugleich sank die Zeit fürs Einkaufen von 350 auf 310 Minuten wöchentlich. Bei der Studie zeigte sich, dass in 24,5 Prozent der Haushalte der Mann in Voll- und die Frau in Teilzeitarbeit arbeiten, in 15,4 Prozent waren beide Partner vollzeitbeschäftigt.

Insgesamt kaufen Frauen aus Haushalten, in denen der Mann Alleinverdiener ist, länger und häufiger ein als berufstätige Frauen. Auch wenn beide Partner in Vollzeit beschäftigt sind, werden die Einkäufe häufiger von den Frauen erledigt.

Einfluss hat auch das Auto: Frauen, die uneingeschränkten Zugang zu einem Auto haben, kaufen häufiger ein.

Werbe hier