„Es ist Zeit, für mehr Beschäftigung, weniger Armut und mehr Perspektiven für die Menschen in unserer Region zu kämpfen. Der erste, schnellste und einfachste Schritt dahin ist die Realisierung des newPark-Projektes“. So kommentiert Peter Schnepper, Geschäftsführer der Industrie- und Handelskammer aus Gelsenkirchen, die Diskussion im IHK-Regionalausschuss Kreis Recklinghausen. Dessen Vorsitzende, IHK-Vizepräsidentin Dr. Gudrun Bülow, hatte dem Unternehmerinnen- und Unternehmergremium gemeinsam mit Mitstreitern aus dem Wirtschaftsclub Marl die dort ins Leben gerufene Initiative „Emscher-Lippe 21“ vorgestellt. Das Parlament der Kreiswirtschaft tagte dazu an passendem Ort, in der Lehrwerkstatt des Bergwerks Auguste Victoria, wo im Frühjahr 2016 „Schicht“ sein wird.
Mehr Entschlossenheit
„Unsere Beschäftigungssituation ist jetzt schon die schlechteste unter den 16 Regionen Nordrhein-Westfalens. Mit dem Bergbauende 2018 werden mindestens weitere 8.000 direkte Arbeitsplätze auf Dauer verschwunden sein“, stellt Bülow nüchtern fest. Gerade Industriearbeit, die mit hoher Wertschöpfung auch Basis des Dienstleistungssektors sei, fehle inzwischen schmerzlich. „Wir brauchen dringend Ersatz! Der kürzeste Weg zu mehr Beschäftigung aber führt über die B 474 n zum newPark“, fordert Bülow.
Jetzt fordert die Vorsitzende desMarler Wirtschaftsclubs bei der Politik in der Region, aber auch bei der Landesregierung mehr Entschlossenheit ein: „Nicht für den Bau des newParks zu sein ist – gelinde gesagt – absurd“. Denn Alternativen gäbe es kaum. So mache gerade das Beispiel Auguste Victoria all zu deutlich, dass angesichts heutigen Planungs- und Umweltrechtes eine industrielle Nachfolgenutzung von Altflächen nur selten und in ganz geringem Umfang möglich sei.

