
Recklinghausen. Jetzt steht es fest: Der neugegründete Verein „Natur pur“ hat das Naturfreundehaus an der Mollbeck übernommen. Die symbolische Pacht sieht vor, dass der Verein momentan nur die Betriebskosten übernehmen wird. „Wir haben eine überragende Unterstützung durch die Stadt Recklinghausen“, schwärmt Pressesprecherin Carmen Goldschmidt. Jetzt wollen und müssen die neuen und alten Vereinsmitglieder Gas geben. Denn der Termin steht fest: „Am letzten Januar-Wochenende wollen wir die Eröffnung feiern“, sagt Goldschmidt. Doch bis dahin ist es noch ein langer Weg. An den Außenanlagen haben die Vereinsmitglieder schon Hand angelegt. Die Spielgeräte sind saniert und neu gestrichen, Einiges gerodet. „Innen konnten wir bis zur Übergabe noch nichts machen. Aber jetzt geht es los.“ Der Vorbau muss – weil morsch – abgerissen werden, innen muss einiges modernisiert, eine Zwischenwand eingezogen werden. „Und in der Küche muss alles erneuert werden, weil wir zunächst eingeschränkt, dann aber in Vollzeit Gastronomie anbieten wollen“, erläutert Goldschmidt.
Ansonsten soll sich am Konzept nicht viel ändern. „Weiterhin sollen Menschen ihre Feierlichkeiten zu einem guten Kurs im Naturfreundehaus planen können.“
In Zukunft keine Übernachtungen mehr
Es geht also doch weiter: Der Verein „Natur Pur“, zum Teil bestehend aus ehemaligen Mitgliedern der „Naturfreunde Recklinghausen“, wird in Eigenleistung Sanierungsmaßnahmen in Form von Einbau einer Brandschutztür im Untergeschoss, Erneuerung des Oberbodens im Erdgeschoss im Umfang von bis zu 300 Quadratmetern durch Verlegung neuer Fliesen, Teilerneuerung der Decken im Erdgeschoss, Aufarbeiten der Innenwände, Verbesserung des Außengeländes und die Anstricharbeiten innen und außen übernehmen.
Übernachtungsmöglichkeiten im Dachgeschoss sind aus Brandschutzgründen in Zukunft nicht mehr möglich.
Ein einjähriger Vertrag soll beiden Seiten zeigen, ob das Vorhaben machbar ist. Der Verein und die Verwaltung haben sich darauf verständigt, um den Weiterbetrieb einerseits sicherzustellen, aber auch durch positive Entwicklungen und Erfahrungen danach vielleicht zu einer längerfristigen Lösung zu kommen.
Der Verein plant für die Zukunft eine Intensivierung der Jugendarbeit, geführte Naturerkundungen vom Standort Mollbeck aus, eine Öffnung an vier Tagen, an denen auch Kaffee und Kuchen verkauft werden sollen sowie eventuell Speisen in kleinerem Umfang.

