Haltern. Die Wogen gehen hoch, seit NRW-Gesundheitsministerin Barbara Steffens (Grüne) Haltern (AV Schacht 9, Lippramsdorf) als einen neuen Standort für eine forensiche Klinik benannt hat (Das Sonntagsblatt berichtete).
Carsten Haverkamp sammelte in drei Stunden 160 Unterschriften in der Filiale einer Discount-Ketter. Silena Moseleit hat zusammen mit Marco Rolof bei Facebook an die 3000 Unterschriften gesammelt. Halterns Grüne haben 13 Fragen an die Miniserin gestellt – auch zu einer zusätzlichen Polizeipräsenz in Haltern.
Die Junge Union verlangt eine Einsicht in die Dokumente des Gesundheitsministeriums – damit die Entscheidung transparenter wird.
Josef Hovenjürgen (CDU-Landtagsmitglied) fordert einen offenen Dialog: „Sollte die Ministerin zu uns kommen, nur um ihre Standortentscheidung durchzudrücken, wäre das eine Rückkehr zur alten Basta-Politik.“ Damit gewinne man keine Menschen sondern löse erbitterten Widerstand aus.
In Lünen hatten aufgebrachte Bürger die Miniserin ausgebuht und den Bürgermeister gleich mit. Die Ministerin hatte klargemacht, dass das Land von der Entscheidung nicht abrücke.
Inzwischen hat die Stadt Haltern den Diskussionsort mit der Ministerin gewechselt: Nicht mehr die Halle des Schulzentrums, sondern die Seestadthalle, in die 900 Menschen passen. Barbara Steffens kommt am Dienstag um 19 Uhr.

