Vest. Die newPark GmbH plant zurzeit in einer einzigartigen Kooperation von 23 Kommunen (darunter die Großstädte Dortmund, Bottrop und Gelsenkirchen), zwei Kreisen (Unna, Recklinghausen) und der Wirtschaft (IHK Nord Westfalen) auf einer Fläche von ca. 290 Hektar das Industrieareal newPark in Datteln. Mit newPark soll in der Metropole Ruhr eines der größten Flächenangebote für industrielle Großansiedlungen entstehen.
Das renommierte Wirtschafts- und Politikberatungsinstitut Prognos AG wurde von der newPark GmbH gemeinsam mit dem Wirtschaftsministerium NRW beauftragt, Fragen (Gibt es einen Bedarf? Bis wann sind die Flächen vermarktet. Wieviele Arbeitsplätze werden entstehen?) in einer Kosten-Nutzen-Analyse für das Industrieareal newPark in Datteln zu beantworten.
Die Ergebnisse des Zwischenberichts wurden von Landrat Cay Süberkrüb, Dattelns Bürgermeister Wolfgang Werner, Dr. Klaus Bussfeld (Aufsichtsratsvorsitzender der newPark GmbH), Udo Mager (stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender) und Dr. Petra Bergmann (Geschäftsführerin) vorgestellt.
Über 8.000 neue Arbeitsplätze möglich
Dr. Klaus Bussfeld hob die Bedeutung des Zwischenberichts als Entscheidungsgrundlage für die Bewilligung der Landesbürgschaft hervor. Diese ist erforderlich, damit die newPark GmbH noch in diesem Jahr den Grunderwerb für das geplante Industrieareal newPark tätigen kann. Im Februar wurde mit Finanzminister Norbert Walter-Borjans vereinbart, dass als Voraussetzung für die Entscheidung über die Landesbürgschaft belastbare Zwischenergebnisse bis Anfang Oktober 2012 vorliegen müssen. Die Zwischenergebnisse von Prognos wurden fristgerecht nach Düsseldorf übersandt.
Udo Mager hebt hervor, dass die Frage nach dem Bedarf für newPark nun eindeutig mit Ja beantwortet werden kann. Prognos bestätige, dass newPark bis auf kleine Restflächen voraussichtlich bis 2030 vermarktet sein wird. In der Metropole Ruhr stehen Industrieflächen für Neue Industrie, die größer als zehn Hektar sind, nur noch zwei bis drei Jahre zur Verfügung. „Wenn wir heute auf die Realisierung von newPark verzichten, werden wir morgen unsere Wettbewerbsfähigkeit verlieren und Unternehmen zur Schaffung von Arbeitsplätzen keinen geeigneten Standort mehr anbieten können“, so Udo Mager.
Anknüpfend daran hob Landrat Cay Süberkrüb hervor, dass in der Region zwischen Dortmund und Gelsenkirchen derzeit 47.000 Arbeitsplätze fehlen. Prognos, so Süberkrüb, habe errechnet, dass allein auf der newPark Fläche (im besten Szenario) bis zu 8.700 Arbeitsplätze entstehen können. Hinzu kommen weitere 2.200 Arbeitsplätze bei industriellen Zulieferern, im Handwerk und im Handel.

