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Stadt verschenkt Straßen

Marl. Die Schneisen sind schon geschlagen, jetzt fallen die letzten beiden Häuser: Den neuen Außengrenzen des Chemieparks steht nichts mehr im Wege. Als nächstes wird ein Zaun parallel zur Brassert-/Wulfener Straße errichtet, dann ist das Areal für die Westerweiterung abgesteckt.

Im Wald an der Ecke Paul-Baumann-/Brassert-Straße sind bereits die Bäume gefällt, die den neuen Rand des Chemieparks markieren. Auffallend ist der große Abstand zur Paul-Baumann-Straße: Damit wird eine Fläche freigehalten, durch die möglicherweise einmal ein verlegter Dümmerbach fließt. Denn er sorgt für ein Problem. Noch liegt er am Rande des Chemieparks, nach der Ausweitung fließt er durch den „Park“.

Ein anderes Problem ist offenbar weitgehend gelöst: Durch die (mittlerweile aufgegebene und abgerissene) Schlenkesiedlung verliefen auch drei Straßen. Der Godenkamp war eine Privatstraße der Anlieger, sie hat die Degussa Immobilien GmbH bereits gekauft. Die Straßen Dümmerweg und In der Schlenke (zusammen 6212 qm) will die Stadt aufgeben und an Degussa abgeben. Verkaufen lohnt nicht: Die Kosten für das Entfernen des Straßenunterbaues und der Kanalisation würden den zu erwartenden Erlös überschreiten.

Degussa hat sich schon bereit erklärt, selber dafür zu sorgen.

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