Dorsten. Es gibt immer weniger Kinder – eine Erkenntnis, die wir bislang achselzuckend zur Kenntnis genommen haben. Doch jetzt werden die Folgen immer deutlicher: Wir brauchen weniger Schulen. Und der Besuch der verschiedenen Schulformen ändert sich auch. Grundschulen werden schließen, Hauptschulen sind kaum überlebensfähig.
Ein Gutachten zeigt: Ab 2016 hat Dorsten wohl nur noch 480 Schulneulinge, aber Platz für 1000. Einige Grundschulen wären nur noch einzügig. Insbesondere die Bonifatiusschule und die Augustaschule könnten davon betroffen sein, die Deutener Schule könnte nicht einmal genug Kinder für eine Klasse haben.
Dann werden einige weiterführende Schulen anschließend 30 bis 45 Prozent ihrer Schüler verlieren.
Die drei Dorstener Hauptschulen geraten unter Druck. Besonders schwer wird es für die Lembecker Hauptschule, die in der jetzigen Form nicht mehr zu halten sei. Ärgerlich für die Stadt: Erst in jüngster Zeit wurde umfassend in das Schulgebäude investiert.
Selbst die beiden Realschulen könnten die Zweizügigkeit nicht halten. Deshalb könnte die Einrichtung einer Sekundarschule die Lösung sein, so ein Gutachten. Gewinner ist auf jeden Fall die gefragte Gesamtschule.
Die beiden privaten St.-Ursula-Schulen profitieren von dem großen Interesse außerhalb des Stadtgebietes: Am Gymnasium sind 25 Prozent der Schüler nicht aus Dorsten, an der Realschule 27 Prozent.
Aber Dorstener gehen auch in die Nachbarstädte: 62 Schüler gehen nach Reken, 83 nach Schermbeck.
Im kommenden Jahr werden in Dorsten 573 i-Dötzchen an den zwölf Grundschulen eingeschult: Zwischen 94 (Antonius mit Bonifatius) und 25 (Wilhelm-Lembruck).

