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Kandaouroff-Prozess: Der Informant soll aussagen

Haltern/Datteln/Bochum. Muss der Mann vor Gericht erscheinen, der den entscheidenden Tipp zur Festnahme der Männer gab, die den Dattelner Millionär Klaus Kandaouroff überfallen haben (das Sonntagsblatt berichtete)? Einer der Verteidiger besteht darauf.

Der Dattelner, der mit seinem Halterner Hotel überregional bekannt war, kam bei dem Überfall zu Tode. Seine Familie setzte zur Ergreifung der Täter eine Belohnung von 100.000 Euro aus. Der Tippgeber wollte viel mehr und ließ sich auf 300.000 herunterhandeln. Der Marler Anwalt Hans Reinhardt meint, der Tippgeber sei nicht schutzwürdig, der Prozess müsse ausgesetzt werden, bis diese Frage geklärt sei. Das Düsseldorfer Innenministerium lehnt es ab, den Namen zu nennen. Erstens um den Mann zu schützen und zweitens, damit auch künftig eine solche Anonymisierung bei der Bekämpfung der Schwerkriminalität möglich ist.

Als nächstes soll ein Beamter der Mordkommission erneut vernommen werden: Kennt die Polizei überhaupt den Namen des Informanten?

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