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Das Vest schrumpft

Vest. In dieser Woche wurde der siebenmilliardste Mensch geboren, die Zahl wächst weiter, aber langsamer – sagt die Statistik. In Deutschland geht die Bevölkerungszahl seit langem zurück und im Vest ist das nicht anders. Die jüngste NRW-Statistik zeigt, dass es zwischen Juni 2010 und 2011 im Schnitt 0,6 Prozent waren. Mal mehr (Spitze: Oer-Erkenschwick), mal weniger (Spitze: Waltrop).

Eine Logik ist nicht zu erkennen. Entscheidend ist weder die Zahl der Arbeitsplätze noch die Größe der Städte, weder die landschaftliche Anbindung noch der historische Hintergrund. Auch das Ausweisen von Neubaugebieten ist keine Garantie für mehr Einwohner.

Den stärksten Rückgang verzeichnet mit Abstand Oer-Erkenschwick: 1,20 Prozent weniger auf 30.067. Zweiter großer Verlierer ist Marl mit einem Rückgang um 0,97 Prozent auf 87.203 Einwohner.

Dorsten schrumpft um 0,76 Prozent auf 76 470 Einwohner, dicht gefolgt von Herten, das um 0,70 Prozent kleiner wurde (jetzt 61.987).

Um 0,53 Prozent auf 118.001 sank Recklinghausen, um 0,47 Prozent Haltern auf 37.651.

Am besten behaupten konnten sich zwei Städte des Ostvestes: Datteln schrumpfte um 0,39 Prozent auf 35.488 Einwohner, Waltrop nur um 0,34 Prozent auf 29.585 Einwohner.

Im Vergleich zum Umfeld schneidet das Vest übrigens schlecht ab: Gelsenkirchen schrumpfte nur um 0,56 Prozent, Bottrop gar nur um 0,46 Prozent. Der Regierungsbezirk Münster wuchs gegen den Trend um 0,37 Prozent, die Stadt Münster sogar um 4,1 Prozent.

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