
Vest. Grün – in allen Schattierung – war gestern. Heute ist bunt angesagt: Von hellgelb bis dunkelrot, von braun bis schwarz. Sträucher und Bäume passen sich dem jahreszeitlichen Wandel an.
Im Herbst werfen die meisten Bäume ihre Blätter ab, um den Wasserverlust durch Verdunstung über die Blattoberfläche zu verringern. Denn die Bäume können kein Wasser aus dem Boden aufnehmen, wenn die Temperatur am Gefrierpunkt liegt.
So viel, warum die Blätter am Boden liegen.
Aber zunächst einmal verfärben sie sich. Die Farben ändern sich vom Rand her. Auch hier passt sich die Natur über chemische Prozesse an die geänderten Witterungsbedingungen an. Erst wenn der Baum das Blatt nicht mehr versorgen kann, fällt es vom Ast und in unsere Hände. Eine unendliche Vielfalt tut sich auf:
Blätter mit und ohne Stiel, hand-oder fußförmig, fliederteilig oder fliedrich, rundlich, eliptisch, oder eiförmig, mal ist die Spitze spitz, mal stumpf mal bespitzt, die Ränder sind gesägt gekerbt, gezähnt, gebuchtet, gewimpert, wellig oder kraus.
Im Urlaub unter Palmen sind viele Menschen begeistert von der üppigen Vielfalt der Urwaldvegetation. Zu Hause nehmen sie den stetigen Wandel in der Natur als Selbstverständlichkeit aus.

