Marl. Vor 100 Jahren begann die Industrialisierung Marls, vor 75 Jahren wurde Marl zur Stadt ernannt, vor 50 Jahren wurde das Anwerbeabkommen zwischen Deutschland und der Türke unterzeichnet – drei Eckpunkte, die Marl geprägt haben und die in diesem Jahr im Mittelpunkt des elften Abrahamsfestes stehen.
„Einwanderung – hier angekommen“ heißt eine Veranstaltung mit Zeitzeugen, Schirmherren und offiziellem Besuche: Am Dienstag, 11. Oktober, berichten im Evangelischen Gemeindehaus an der Pauluskirche (Römerstraße) ab 18.30 Uhr Zeitzeugen von ihrer Einwanderung. Aus der Zeit des „Wirtschaftswunders“, als Gastarbeiter aus den Mittelmeerländern angeworben wurden für den Bergbau auch in Marl. Aus der Zeit, als der Ostblock zerfiel und viele Menschen in den Westen kamen, auch in den Kreis Recklinghausen. Sie werden auch erzählen, wie stark sich die religiöse Landschaft verändert hat.
Bürgermeister Werner Arndt hat die Schirmherrschaft über die offizielle Veranstaltung übernommen, die auch in den Rahmen der 75-Jahrfeier gehört. Der türkische Generalkonsul Nafi Cemal Tosyali (Münster) und die NRW-Staatssekretärin für Integration, Zülfiye Kaykin (Düsseldorf) haben sich angesagt.

