
Marl. „Qualitativ hochwertig und richtungsweisend“ – so beurteilt die Bauverwaltung die Pläne des Marler Investors Hubert Schulte-Kemper für eine Wohnbebauung des alten Jahnstadions (das Sonntagsblatt berichtete). Doch die Umsetzung in die Praxis wird wohl ihre Tücken haben: Der geplante See werde eine teure Angelegenheit und die Stadt habe kein Geld, um sich an der Idee zu beteiligen.
Im kommenden Monat wird das Thema im Stadtplanungsausschuss behandelt, kündigt Baudezernent Wolfgang Seckler an. Schulter-Kemper drängt mittlerweile auf eine Entscheidung. Bereits seit dem vergangenen Jahr sei man in Gespräche mit der Verwaltung, im März hatte Schulte-Kemper das Vorhaben öffentlich vorgestellt und dabei schon Lob („sehr interessant“, „erfrischend“) erhalten.
Mittlerweile hat die Verwaltung die Bau-Idee kritisch betrachtet. „Gelungen“ und „städteplanerisch richtig“ sei sie, so Wolfgang Seckler. Allerdings sei das Stadion im alten Umkreis der höchste Punkt von Hüls und ein künstlicher See sei als „äußerst wartungs-und kostenintensiv zu bewerten“.
Stattdessen könne man dort doch die Tiefgaragen bauen, die Oberflächen gestalten und so einen „gleichwertigen Akzent der Lebensqualität setzen“. Ein Eingriff in den wertvollen Buchen-Eichen-Bestand müsse „grundsätzlich vermieden“ werden.
Wegen der geplanten Qualität und der „nicht unerheblichen Exklusivität“ sei eine Vermarktung „eher leicht“.

