Recklinghausen. Ein Urteil – gefällt vergangene Woche gegen zwei Jugendliche aus Herten – beschäftigt die Gemüter. Und das nicht nur in der Stadt, sondern bundesweit. Was ist passiert? Im Juni wurde eine 18-jährige Schülerin aus Oer-Erkenschwick von zwei Hertenern (15 und 17) erheblich attackiert. Nachdem das spätere Opfer in Recklinghausen am Busbahnhof aus dem Bus ausgestiegen war, wurde sie von den beiden Hertenern angegriffen und mit Tritten gegen den Kopf schwer verletzt. Sie verlor mehrere Zähne und erlitt einen Bruch der Augenhöhle.
Das Urteil: Vier Wochen Dauerarrest gegen die beiden Angreifer sowie für den 15-Jährigen 100 und für den 17-Jährigen 200 Sozialstunden. Zudem müssen beide ein Anti-Aggressionstraining ableisten.
Vier Wochen Dauerarrest müssen die Täter zeitnah absitzen, so dass auf die Tat schnell eine spürbare Konsequenz folgt. Es ist die höchste Strafe, die laut Jugendstrafrecht ausgesprochen werden kann, ohne dass eine Bewährungsstrafe in Betracht kommt.

