Marl. Erleichterung in Marl und insbesondere in Sickingmühle, dass die Facebook-Party auf dem Gelände des Rudervereins nicht stattgefunden hat. Und trotzdem sorgt das Verbot im Nachhinein noch für Irritationen.
Das Sonntagsblatt hatte sich darüber gewundert, dass das Party-Verbot erst am Tag vor der Veranstaltung ausgesprochen wurde, obwohl die Party-Ankündigung seit längerem bekannt war. Eine Erklärung dafür konnte auch Pressesprecher Rainer Kohl nicht liefern,
Er betont allerdings, dass er nicht den „Behinderungs-Trick“ (wie das Sonntagsblatt formuliert hatte) der Verwaltung bestätigt habe, sondern dass die Verwaltung „die Frist zur Bekanntmachung behördlicher Verfügungen unter bestimmten Umständen auf einen Tag verkürzt werden kann und die Stadt Marl bei der Veröffentlichung der Allgemeinverfügung zur Facebook-Party alle gesetzlichen Bestimmungen ein gehalten hat“.
Bei dem Verbot der „Party“ von einem Behinderungstrick zu sprechen, „dürfte in der Bevölkerung wenig Verständnis finden“, erklärt Jürgen Zihla, Vorsitzender des Ruder-Clubs Marl, der deshalb die Berichterstattung („Party ohne Gäste“, 16. Juli) als „unangemessen“ kritisiert.
Das Sonntagsblatt hatte allerdings nicht das Verbot in Frage gestellt, sondern sich darüber gewundert, dass dieses erst einen Tag vor der Veranstaltung ausgesprochen wurde und nicht schon weit früher.
Der Ruderverein selber hatte die Party auf seinem Gelände übrigens nicht verboten.

