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Kohle und Gas als Brücke

Haltern am See. 80 Betriebsräte sind der Einladung des IG BCE-Bezirkes Recklinghausen gefolgt und nahmen teil an der Betriebsrätekonferenz „Energiewende in Deutschland – Industriearbeitsplätze in Gefahr?“ im Bildungszentrum Haltern am See.

Der IG BCE-Bezirk Recklinghausen ist mit Unternehmensvertretern und Politikern in den Dialog getreten und hat die Folgen des geplanten Atomausstiegs und die Maßnahmen der Energiewende für die Industrie diskutiert.

In seinem Eröffnungsreferat machte IG BCE-Bezirksleiter Karlheinz Auerhahn deutlich: „Die IG BCE unterstützt das Ziel, innerhalb von zehn Jahren aus der Kernenergie auszusteigen. Die Energiewende muss aber auch als ein wirtschaftlich vernünftiger und sozial gerechter Prozess gestaltet werden, sonst wird sie nach unserer Einschätzung scheitern.“

Dr. Michael Träger, Geschäftsführer der Vestolit GmbH (Marl), warnte in einem Impulsreferat davor, die energieintensive Industrie in Deutschland einseitig zu belasten. Unternehmen brauchen Planungssicherheit für zukünftige Investitionen am Standort Deutschland.

In der anschließenden Podiumsdiskussion mit den stellv. Vorsitzenden der Landtagsfraktionen von SPD und CDU, Rainer Schmeltzer und Josef Hovenjürgen, Oliver Krischer (Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Grünen), Dr. Michael Träger (Vestolit), Prof. Dr. Franz-Josef Wodopia (Gesamtverband Steinkohle) und Cornelia Stockhorst-Köthe (Betriebsrätin Evonik Gemeinschaftsbetrieb Marl), wurden die Auswirkungen der beschlossenen Energiewende für die Arbeitsplätze der Industrie diskutiert.

Bezirksleiter Karlheinz Auerhahn: „Ich bin überzeugt, dass wir deutlich machen konnten, was wir von der Politik erwarten. Die IG BCE ist für den Atomausstieg, aber wir brauchen eine Brücke aus Kohle und Gas in modernen Kraftwerken, wenn wir das Zeitalter der regenerativen Energien solide erreichen wollen.“

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