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150 Schafe bringen die Heide in Form

Haltern. Es wird weiterhin ganz traditionell in der Westruper Heide zugehen: Plaggendüngung, Brennen, Schafbeweidung. Und das alles nur, damit Wachholder und Besenheide weiterhin ihren Lebensraum finden. Gerade erst ist ein Schäfer angekommen, um vier Wochen lang mit 150 Heidschnucken durch das Naturschutzgebiet zu zieht.

Jeden Tag kommt Profischäfer Jens Holtkamp (31) von Hamminkeln nach Haltern, macht das Gatter auf und hält mit seinen drei Hütehunden die Herde zusammen. Das Vestische Umweltzentrum ist zufrieden, diese „natürliche“ Lösung gefunden zu haben. Schäfer Holtkamp sieht sich bereits an den Grenzen seiner Möglichkeiten: Die 60 Kilometer zwischen seinem Heimatort und Haltern führen ihn an die Grenzen der Wirtschaftlichkeit.

Die wird inzwischen auch von anderen Seiten eingeschränkt: Pachtpreise für Weideflächen steigen an, weil das Gras nun auch für Biogasanlagen verwendet werden kann. Verpächter erwarten eine Vorauszahlung für fünf Jahren. Das ist die Kehrseite des ökologisch erzeugten Stroms.

In der Westruper Heide gibt es einen anderen ökologischen Kreislauf. Dort fressen die Schafe (eine Kreuzung aus Heidschnucken und dem Bentheimer Landschaft) das Gras ab, scheiden die Reste ein Stück weiter wieder aus und düngen damit die Landschaft. Die Differenz setzt sich als Fleisch am Tier ab und obendrein gibt es auch noch Wolle.

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