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Trockenster Frühling seit 1890

Vest. Es gab am Wochenende ein paar sporadische Regengüsse im Vest, aber sie sollen schon das Ende der langen Trockenperiode einläuten. Sagt der Lippeverband und stellt fest: Der Frühling 2011 war in der Emscher-Lippe-Region der trockenste seit mindestens 120 Jahren.

Emschergenossenschaft und Lippeverband haben ihre bis 1890 zurückreichenden Niederschlagsdaten ausgewertet: Im „meteorologischen Frühling“ (März bis Mai) fiel im Lippeverbandsgebiet in diesem Jahr nur 40 Prozent der durchschnittlichen Regenmenge. Im Emschergebiet waren es sogar nur 37 Prozent.

In absoluten Zahlen bedeutet das: 65 mm Gesamtniederschlag an der Lippe, wo sonst im Durchschnitt 164 mm in drei Monaten fallen. An der Emscher fielen in der Summe sogar nur 63 mm, während 172 mm statistisch zu erwarten waren. 63 mm Niederschlag entsprechen der Menge, die sich in einem halb vollen Wasserglas sammeln würde. Pro Quadratmeter sind es 63 Liter.

Wie lange ist es schon her, dass man derartiges erlebt hat? Zuletzt war der Frühling 1929 halbwegs vergleichbar, damals fielen 76 mm Niederschlag insgesamt an der Lippe. Doch der Frühling 1929 liegt nur an dritter Stelle. Auf Platz 2 steht der Frühling 1893 mit 66 mm Niederschlag (Lippeverbandsgebiet). Platz 1 eroberte das Jahr 2011.

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