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Baustopp für Anbau auf Römer-Grund

Haltern. Die Baustelle ist gerade erst begonnen, da wird sie schon wieder stillgelegt. Archäologen des Landschaftsverbands Westfalen-Lippe (LWL) vermuten römische Bezüge, wo eigentlich der Anbau an das Feuerwehrhaus (Koeppstraße) hochgezogen werden sollte.

Bis zum 10. Juni wollen die Archäologen genauestens untersuchen, ob die Verfärbungen im Boden vor dem Feuerwehrhaus konkrete Rückschlüsse auf das Leben der alten Römer zulassen. Es kann aber auch deutlich länger dauern.

Wegen dieser neuen Erkenntnis hat Bürgermeister Bodo Klimpel den Dringlichkeitsbeschluss (Mehrausgaben von 90.000 Euro) zurückgezogen. Klimpel: „Die Dringlichkeit ist wegen der Arbeiten der Archäologen nun nicht mehr vorhanden, deshalb planen wir derzeit, zu einer Ratssitzung am Donnerstag, 16. Juni, einzuladen.“ Die Ratsmitglieder wurden informiert.

Dann, so der Bürgermeister, bestehe die Möglichkeit, über die Mehrkosten zu reden und sie konkret zu beschreiben. –Die Mehrkosten sind die Folge der sehr gut laufenden Konjunktur im Baugewerbe und dadurch höhere Ausschreibungsergebnisse.

Sollte der Rat die 90.000 Euro mehr ablehnen, dann würde der als dringend angesehene Anbau an der Feuerwache zunächst gestoppt und die 380.000 Euro aus dem Konjunkturpaket II können nicht genutzt werden und fallen weg. Firmen, die schon Aufträge bekommen haben, könnten Schadensansprüche anmelden. Der Zeitrahmen wird immer enger, der Bau muss bis zum 30. November komplett fertig sein, wenn die Stadt die Finanzspritze aus den Konjunkturmitteln nutzen will, mahnt die Verwaltung.

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