Am frühen Samstag Morgen waren die Rettungskräfte zu dem Wohnungsbrand in einem dreieinhalbgeschossigen Wohnhaus gerufen worden. Das Haus wurde evakuiert, mehrere Personen wurden über eine Drehleiter bzw. unter Atemschutz durch den stark verrauchten Hausflur gerettet. Eine Person erlitt Brandverletzungen, eine weitere Person eine Rauchgasvergiftung.
Es erhärtete sich der Verdacht, dass hier eine Brandstiftung vorliegt. Ein 65-jähriger Tatverdächtiger, der bisher noch nicht bei der Polizei in Erscheinung getreten war, konnte in Hamburg festgenommen und auf Antrag der Staatsanwaltschaft Dortmund dem Haftrichter vorgeführt werden. Er räumte die Tat ein, beabsichtigte aber keinesfalls den Tod anderer Personen, wie der Mann beteuerte. Er wurde wegen versuchten Mordes und schwerer Brandstiftung in Haft genommen.
Das Tatmotiv dürfte in einem Beziehungsstreit zwischen dem Festgenommenen und einer Bewohnerin der Brandwohnung zu sehen sein. Der Mann hatte Zeitungspapier unterhalb der Wohnungstür seiner Bekannten aufgehäuft und angezündet. Das Feuer breitete sich in der Wohnung aus.
Auch ein Nebenhaus wurde durch die Rauchgase in Mitleidenschaft gezogen und evakuiert. Ein Teil der Wohnungen ist z. Zt. unbewohnbar. Nach bisherigen Erkenntnissen entstand ein Sachschaden von cirka 200.000 Euro.

