Werbe hier
Veröffentlicht in

Ein brennendes Erlebnis

Vest. Vereiste Straßen, dicke Schneedecken, kalte Füße – alles längst vergessen, der Frühling hat uns bereits mit reichlich Sonne eingedeckt. Doch dem unendlichen Genießen der Strahlen rufen die Apotheker schon wieder ein beherztes „Vorsicht!“ dazwischen. „Wer sich zu lange zu starker Sonneneinstrahlung aussetzt, riskiert einen Sonnenbrand“, betont Anna-Christine Schmitz, Sprecherin der Apothekerschaft im Kreis Recklinghausen. Schon die Mai-Sonne hatte jede Menge Verbrennungs-Potenzial.

Der Sonnenbrand ist ja schon nach ein paar mehr oder wenigen schmerzhaften Tagen und lustiger Scherze der Kollegen wieder vergessen. Doch die Haut vergisst das eingebrannte Erlebnis nicht. Wer mehrmals im Laufe seines Lebens einen Sonnenbrand hat, der hat auch ein beträchtlich erhöhtes Hautkrebsrisiko.

Also her mit der Sonnencreme. Sie sollte eine halbe Stunde vor dem Sonnenbad aufgetragen werden, rät Anna-Christine Schmitz und warnt vor einem Irrtum: „Mehrmaliges Auftragen erhöht keinesfalls die maximale Zeit, die man in der Sonne liegen darf.“

Auch das sogenannte „Vorbräunen“ im Solarium sei keine Sonnenbrand-Prophylaxe, denn „dabei werden vor allem die tieferen Hautschichten gebräunt, wobei die oberen Hautschichten weiterhin ungeschützt bleiben“.

Wichtig ist die richtige Sonnencreme. Nicht eine bestimmte Marke, sondern das passende Produkt zum persönlichen Hauttyp. Die Apothekerin empfiehlt eine ausführliche Beratung in der Apotheke.

Noch wichtiger als für Erwachsene ist der Sonnenschutz für Kinder. Schmitz: „Ihre Haut ist dünner und den gefährlichen UV-Strahlen umso stärker ausgesetzt. Bis 14 Jahre haben Kinder keinen Reparaturmechanismus für die Haut.“ Bester Schutz sei lockere Kleidung aus Naturfasern, ein Hut mit breiter Krempe oder eine Kappe mit Nackenschutz.

Die Wissenschaft unterscheidet übrigens sechs Hauttypen. Typ I hat sehr helle Haut, Sommersprossen, rote Haare und kann ohne Sonnenschutz durchschnittlich drei Minuten in der Sonne verweilen. Typ III (Mischtyp) hat 20 bis 30 Minuten Eigenschutzzeit und umfasst 78 Prozent der Bevölkerung. Der Lichtschutzfaktor besagt, um das Wievielfache man in der Sonne bleiben kann. Allerdings ist das ein Standardwert, bei Wasser, im Hochgebirge oder in den Tropen ist die Zeit geringer.

Werbe hier