
Molkendieb und Molkenstehler, Sahnenlecker und Butterfliege hießen sie einmal im Volksmund. Denn Schmetterlinge haben nichts mit „schmettern“ zu tun, der Name kommt vielmehr vom tschechischem „smetana“ (Schmetten, Schmand). Die Benennung Schmetterling liegt der Volksaberglaube zu Grunde, dass Hexen in der Gestalt von Schmetterlingen den Kühne und Ziegen die Milch verderben und rauben. Die Vorstellung von Schmetterlingen als bösen Dämonen kommt in vielen Völkern vor. Das englische Butterfly wird angeblich aus der Farbe der gelben Schmetterlinge oder nach der Butterähnlichkeit ihrer Exkremente hergeleitet.
Vor 250 Jahren verdrängte das Wort Schmetterling das älter Wort Falter, das übrigens weder etwas mit „falten“ noch mit „flattern“ zu tun hat sondern mit dem griechisch pallein (schütteln). Daher kommt das Wort Papillon, aber auch der Pavillon (Seitenflügel, verglichen mit Schmetterlingsflügeln). Aber das ist eine andere Geschichte.

