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Falscher Vertreter betrog Senioren

Schermbeck. Mit einer dreieinhalbjährigen Haftstrafe quittierte das Schöffengericht Wesel die betrügerischen Machenschaften eines 41-jährigen Schermbecker Staubsaugervertreters.

Vertreter eines namhaften Staubsauger-Herstellers war der Schermbecker tatsächlich – bis er seinen Job verlor. Dann machte er auf eigene Faust weiter und nutzte von Juli 2009 bis Februar 2010 sein Wissen über den Kundenstamm aus.

Der „Vertreter“ besuchte seine alten Kunden auf, überprüfte die Geräte auf Mängel und stellte angebliche Reparaturen in Rechnung. Oder er fälschte einfach Rechnungen. Seine Kunden, meist Senioren, zahlten, in einem Fall sogar 8.000 Euro.

Den Opfern war nichts Verdächtiges aufgefallen, erläuterten sie vor Gericht. Schließlich komme regelmäßig ein Vertreter vorbei. Dieser sei auch noch sehr beredt gewesen und seriös aufgetreten. Und wenn eine Rechnung vorgelegt werde, dann bezahle man sie auch.

Sieben Zeugen berichteten, der Angeklagte aber schwieg zu den Vorwürfen. Ihn drückten auch noch zahlreiche Vorstrafen wegen Vermögensdelikten seit 1995, darunter auch Haftstrafen.

So konnte das Gericht nichts Positives für den Angeklagten finden (auch keine Reue) und schloss sich dem Antrag des Staatsanwaltes (dreieinhalb Jahre Haft) an.

Gut möglich, dass gegen das Urteil Revision eingelegt wird. Der Verteidiger wehrte sich gegen die als Beweise vorgelegten Telefongespräche. Das sei rechtlich nicht zulässig gewesen.

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