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Ausbildung, Afghanistan und Heringsstipp

Marl. Marl ist nicht Bayern. Zwar ging es auf dem Politischen Aschermittwoch der Marler CDU wieder deftige zu (mit dem „Sickingmühler Heringsstipp“). Doch statt polternder Stammtischparolen ging es in den Reden eher argumentativ bis emotional zu.Mehrere hundert Gäste füllten den Partyservice Drewer und Scheer in Sickingmühle wieder bis auf den letzten Platz. Die CDU-Stadtverbandsvorsitzende Anke Ronge lieferte zum Auftakt eine eher trockene Materie: Marl muss sparen, doch die Verwaltung legt keine konkreten Sparvorschläge vor. Und im Kreis sehe man überhaupt keine Sparbemühungen. Kein Grund zum Traurigsein, so Anke Ronge: „Marl wird mit Fröhlichkeit im Herzen Politik gestalten.“Der Mensch fängt nicht erst beim Abitur anKarl-Josef Laumann, CDU-Fraktionsvorsitzender im Landtag, startete ebenfalls trocken mit dem Thema Geld, doch als er auf Schule und Ausbildung umschwenkte, redete er sich in Rage: Die Abschaffung die Studiengebühren sei falsch und werde schließlich von den Bundesländern mitfinanziert, die diese Gebühren hätten. Kostenfreie Kindergartenplätze kämen insbesondere Gutverdienern zugut. Das deutsche Schulsystem habe sich bewährt, es könne nicht nur darum gehen, künftige Studenten auszubilden. „Die CDU darf keine Partei sein, bei der der Mensch erst beim Abitur anfängt.“ Das Fazit des gelernten Maschinenschlossers Laumann: „Ich bin nicht dumm. Ich habe erkannt, welche Partei die beste in Deutschland ist. Und das kann nicht jeder von sich sagen.“Außenpolitik in SickingmühleWährend Laumann dann zum nächsten Auftritt im Münsterland eilte, machte der Bundesvorsitzende der Jungen Union, Philipp Mißfelder, kurz Station in Marl (zwischen seinem Auftritt in Altendorf-Ulfkotte und dem Fußballspiel in Schalke). Bei ihm ging es um Außenpolitik: Um Tunesien und Libyen, um Ägypten und Afghanistan. Gerade dort sei der Einsatz der Bundeswehr besonders wertvoll gewesen, doch wenn sich eine Mehrheit in Deutschland für einen Rückzug ausspreche, dann solle das deutsche Engagement besonnen beendet werden.Dann eilte der Recklinghäuser Bundestagsabgeordnete in die Nachbarstadt und die Aschermittwochs-Gäste an die heimischen Fernsehgeräte.

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