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PCB im AGR-Zwischenlager: Aktueller Stand

Münster/Gelsenkirchen. Eine Verschleppung erhöhter PCB-Frachten in die Zufahrtstraßen und damit in die Umgebung des AGR-Zwischenlagers an der Stadtgrenze Gelsenkirchen/Herten ist nach ersten Untersuchungsergebnissen unwahrscheinlich. Nachdem die Bezirksregierung Münster am Mittwoch (16. Februar) das Lager für Sonderabfälle wegen hoher PCB-Belastung stillgelegt hatte (wir berichteten), wurden verschiedene weitere Untersuchungen veranlasst.

So machte die Bezirksregierung zur Auflage, in den Außenflächen Proben von Stellen mit der höchsten Belastungswahrscheinlichkeit nehmen zu lassen. Dabei handelt sich insbesondere um die Ein-und Ausfahrbereiche des Zwischenlagers. Die AGR erteilte daraufhin den Untersuchungsauftrag an ein externes Laborunternehmen. Die Ergebnisse liegen deutlich unterhalb des Grenzwertes von 50 mg/kg in Abfällen.

Das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz (LANUV) wird mit weiteren Untersuchungen der Frage nachgehen, ob eine Verschleppung der PCB-Belastung nach außen stattgefunden hat. Die in rund 150 Meter in Hauptwindrichtung liegende Wohnbebauung wird ab dem 21. Februar 2011 ebenfalls überprüft.

Wie die Bezirksregierung mitteilte, stammen die im Zwischenlager Gelsenkirchen behandelten „Transformatoren und Kondensatoren, die PCB enthalten“ nicht aus dem Ausland. Diese Abfälle stammen im Wesentlichen aus der Problemabfallentsorgung, die Kommunen selbst oder von Unternehmen in deren Auftrag durchführen lassen.
Die Anlage wird in den nächsten Wochen durch ein Fachunternehmen gereinigt, was voraussichtlich einen Zeitraum von zwei bis drei Wochen in Anspruch nehmen. Erst wenn alle Untersuchungsergebnisse zeigen, dass keine erhöhte PCB-Belastung mehr vorliegt, wird die Bezirksregierung Münster den Betrieb wieder freigeben.

Wegen hoher PCB-Belastung, die vom LANUV gemessen wurde, legte die Bezirksregierung Münster am vergangenen Mittwoch das AGR Zwischenlager für Sonderabfälle in Gelsenkirchen still. Die tausendfach über dem Grenzwert liegende PCB-Konzentration war bei einer Betriebsuntersuchung im Rahmen eines Überwachungsprogramms des Umwelt-und des Arbeitsschutzministeriums NRW entdeckt worden.

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