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PCB: Bezirksregierung legt AGR-Lager still

Herten/Gelsenkirchen. Aufgrund hoher PCB-Belastungen hat die Bezirksregierung heute (16. Februar) das AGR-Zwischenlager für Sonderabfälle auf der Stadtgrenze Gelsenkirchen zu Herten still gelegt. Die deutlich über dem Grenzwert liegende PCB-Konzentration war bei einer Betriebsuntersuchung entdeckt worden.

Der Fund ist das Ergebnis eines Überwachungsprogramms, das das Umweltministerium und das für Arbeitsschutz zuständige Ministerium nach dem PCB-Fall Envio in Dortmund gemeinsam gestartet hatten.

Besonders belastet ist eine Materialprobe aus dem Arbeitsbereich, in dem Kondensatoren geöffnet werden. Diese Materialprobe besteht aus festgetretenen Ölanbackungen im Bodenbelag vor dem Arbeitsplatz.

Dagegen haben die Wischproben auf dem Tisch des Aufenthaltsraums und auf der Bank vor dem Spind des Umkleideraums nur niedrige Flächenkonzentrationen ergeben. Wischproben werden mit einem Baumwolltuch genommen, das mit Hexan getränkt wurde.

Nachdem heute das Ergebnis der Proben bekannt wurde, hat die Bezirksregierung Münster sofort reagiert und den Betrieb stillgelegt. Die Hallen müssen nun umgehend durch ein Fachunternehmen gereinigt werden. Bei den Mitarbeitern werden Blutuntersuchungen durchgeführt. Das Ergebnis wird frühestens in drei Wochen vorliegen.

Das AGR ist ein Entsorgungsfachbetrieb und betreibt ein Zwischenlager auf dem Gelände der Zentraldeponie Emscherbruch in Gelsenkirchen. Abfälle gehen von hier aus in die Verbrennung nach Herten.

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