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Ein Konzept gerät ins Wanken

Barkenberg. Der Abriss des Fußgängerüberwegs Henkelbrey ist nicht der erste Brückenabriss im Stadtteil, aber ist es der Auftakt, das Verkehrskonzept Barkenbergs aufzugeben? Die strikte Trennung von Auto-und Fuß/Radweg wird kaum noch durchzuhalten sein. Es fehlen die Bewohner und – noch schlimmer – es fehlt das Geld.

„Brücke 249“ wird ersatzlos gestrichen, erst einmal. Die Widerlager bleiben für alle Fälle noch stehen. Aber die Fußgänger müssen künftig über Treppen und Rampen runter auf die Straße, die einmal als Ring um Barkenberg geplant war. Auch die Brücke Südheide/Maiberger Allee wird wohl das gleiche Schicksal erleiden.

Chance auf Ersatz hat im Augenblick nur die Brücke Napoleonsweg/Wittenberger Damm. Das ist ein starkgenutzter Schulweg. Ein Neubau wird auf 180.000 Euro geschätzt, eine Sanierung auf 130.000. Aber mit der Gefahr, dass in zehn Jahren wieder ein Sanierungsfall ansteht.

In der Aufbauphase vor 40 Jahren waren die Barkenberger mit Komfort-Wegen verwöhnt worden, bisweilen sogar überversorgt. Deshalb war es kein Problem, als die erste Brücke fiel: Die vom Handwerkshof zur Ladenzeile.

Auch den Autofahrern war schon Komfort-Entzug angekündigt worden. Der Wittenberger Damm soll von vier auf zwei Spuren verkleinert werden. Weniger Straßenkosten, dafür mehr Grünpflege. Und das Geld für die Maßnahme ist auch noch nicht da. Empörte Aufschreie der Autofahrer waren nicht zu hören. Die Straße war für 50.000 Einwohner konzipiert worden, heute sind es nicht einmal 10.000.

Die CDU hat bereits angekündigt, dass sie sich mit dem Wegekonzept Barkenbergs befassen will. Aber auch mit einer anderen Besonderheit des Stadtteils: den großzügigen Grünanlagen. Wer soll die Erhaltungskosten stemmen?, fragt sich die CDU.

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