Werbe hier
Veröffentlicht in

Einkaufen als Teil der Freizeitgestaltung

Haltern (rk). Attraktiv ist sie, die Stadt an den Seen und Flüssen. Viele Erholungssuchende kommen gerne nach Haltern, aber auch Einkauf-Touristen. Was zum Werbeslogan „Einkaufen, wo andere Urlaub machen“ geführt hat.

Die Stadt kann auf ein breites Angebot verweisen (www.haltern-am-see.de, „Touristik“, dann „Einkaufen“): „Neben den Sonntagen an den Veranstaltungswochenenden, Automarkt, Heimatfest und Gänsemarkt, sind Geschäfte in der Innenstadt auch am jeweils 1. Sonntag im Monat von 14 -18 Uhr geöffnet. Sollte der 1. Sonntag ein Feiertag sein, so ist der 2. Sonntag ein Einkaufssonntag.“

Das Angebot wird nicht ausschließlich gelobt, erbrachte eine Umfrage des Sonntagsblattes.

Wegen einer besonderen Genehmigung im Ladenschlussgesetz hat Haltern bereits im vierten Jahr zwölf verkaufsoffene Sonntage jährlich.

Horst Bilkenroth (Bilkenroth Tabak, Wein, Whisky), dem stellvertretenden Vorsitzenden der Werbegemeinschaft Haltern am See e.V.: „Das hat mit der Naherholung zu tun und weil Haltern ein Wallfahrtsort ist. 40 aufeinanderfolgende Sonntage wären erlaubt, wir machen jeweils den ersten Sonntag im Monat auf, sofern es kein Feiertag ist.“

Für ihn habe sich der verkaufsoffene Sonntag grundsätzlich bewährt. „Das Wichtige ist, dass fremde Leute zu uns kommen und in Ruhe einkaufen können. Viele kommen aus dem Ruhrgebiet, kaum jemand aus Haltern. Wir können unser Sortiment bekannt machen und neue Kunden gewinnen. Die langen Samstage waren für mich unergiebig, weil viele Halterner dann gerne in die Großstädte fahren. Den Gegnern sei nur eins gesagt: Für die moderne Gesellschaft ist das Einkaufen (Shoppen) ein Teil ihrer Freizeitgestaltung.“

Horst Jöring und Hano Büsen, Teamsprecher der Kolpingsfamilie Haltern wünschen sich den Sonntag als Familientag: „Er sollte auch für die Arbeitnehmer ein freier Tag sein, beispielsweise für die Verkäuferinnen und deren Familien.“

Ähnlich sieht es Pfarrerin Regine Vogtmann (Evangelische Kirchengemeinde Haltern): „Der Sonntag ist ein besonderer Tag, der uns geschenkt ist und ein Ruhetag sein sollte und der eben durch diesen Sonntagsverkauf ausgehöhlt wird.“

Johannes Joachim Heckmann (Modehaus Heckmann), Vorsitzender von Haltern aktiv e.V.: „Die Kunden kommen aus einem Umfeld von 30 bis 40 Kilometern, die Mehrzahl aus dem Ruhrgebiet. Traditionsgemäß sehen wir viele Kunden alle vier Wochen wieder. Das ist für die Besucher Freizeitshopping. Man kennt sich. Viele sind berufstätig und können oft alltags nicht einkaufen. Wir haben einen guten Service, gute Beratungsgespräche, die Kunden haben keine weiten Wege, wir haben eine gemütliche Innenstadt.“

Und was sagen die Bürger?

Peter Osuch: „Ich habe an den verkaufsoffenen Sonntagen noch nie eingekauft. Sonntag ist für mich Familientag, dann unternehme ich etwas mit den Kindern, die im Grundschulalter sind.“

Inge Kochmann: „Ich finde es wohltuend, am siebten Tag der Woche die Seele baumeln zu lassen, etwas mit der Familie zu unternehmen oder Gäste zu haben. Im Rhythmus der Natur zu leben ist mein Ziel. Gott hat sich das genial für uns ausgedacht.“

Werbe hier