Dorsten. Ein Betrüger-Quartett unter der Leitung eines 52-jährigen Dorstener Bankers sollen sich zwei Jahre lang Kredite in Millionen-Höhe ergaunert haben. Jetzt stehen sie vor dem Landgericht Duisburg.
Neben dem Dorstener müssen sich ein Oberhausener (47), und zwei Dinslakener (51 und 59) wegen Untreue und Betrug verantworten.
Der Dorstener war bis zu einer fristlosen Entlassung im November 2006 Prokurist der Dresdner Bank in Essen. Er soll Kredite an fiktive Personen vergeben haben. Die Gelder teilte er sich dann mit seinen Komplizen. Es gab Kreditlinien für die (maroden) Unternehmen der Komplizen in Millionenhöhe, für die der Dorstener die Sicherheiten bescheinigt haben soll. Dafür betrieb er auch noch eine Immobilienfirma, deren einziger Geschäftszweck die Verteilung der Gelder gewesen sein soll.
Die drei Mittäter sind angeklagt wegen Beihilfe zur Untreue. In wechselnden Beteiligungen sollen sie auch andere Banken betrogen habe. Auch die Commerzbank blieb auf einem großen Schaden sitzen.
Jahrelang ermittelte eine Kommission „Pfand“ gegen die Männer. Anfang 2008 wurde schließlich Anklage erhoben. Wegen Überlastung der Wirtschaftskammer ist es erst jetzt zur Verhandlung gekommen. Es sind fünf Termine angesetzt.

