
Handlungsbedarf? Die Hülser Fußgängerzone
Marl. Die „Marke Marl“ glänzt nicht. Und das ausgerechnet im Jubiläumsjahr 2011. Marl als „Marke“ zu etablieren, das hat sich die CDU auf die Fahne geschrieben, in diesem Jahr soll dieses Ziel im Mittelpunkt ihrer politischen Bemühungen stehen, kündigen die Stadtverbandsvorsitzende Anke Ronge und der Fraktionsvorsitzende Karl-Heinz Dargel an.
„Jeder Ortsteil hat Stärken und Schwächen“, zeichnet Anke Ronge die Problematik auf. Deshalb wolle man sich mit Vereinen und Bürgern zusammensetzen, um für jeden Ortsteil Visionen zu entwickeln. Für Kultur, Sport, Schule, Arbeitsplätze usw.
In die Hand nehmen soll das Thema eine zu gründende Marketing-Gesellschaft (SMM). Der Rat widersprach nicht, trat aber erst einmal auf die Bremse. Zunächst müssten die Details der Ausgestaltung geklärt und diskutiert werden. Als allererstes sei der Marler Ist-Zustand zu ermitteln.
Wenn nicht im Rat, dann vielleicht außerhalb? Man könne sich eine Zusammenarbeit mit der SPD vorstellen, so Anke Ronge. Die Sozialdemokraten hatten bereits „Zukunftswerkstätten“ angekündigt.
Aber hat Marl überhaupt noch einen Gestaltungsspielraum? Geht es nicht ausschließlich ums Sparen? Das sieht Karl-Heinz Dargel nicht so und verweist auf das Ergebnis der Gemeindeprüfungsanstalt. Die hatte verschiedene Aufgabenfelder entdeckt. So müsse sich die Verwaltung die städtischen Beteiligungen genauer ansehen. Auch im Zentralen Betriebshof stecke noch Potenzial. Dargel verweist auch noch auf den Kreis, der sieben Millionen Euro einsparen will – das aber auf die einzelnen Städte abwälzt.
Handlungsbedarf sieht die CDU insbesondere bei den Marler Schulgrundstücken. Eine ganze Reihe ist inzwischen ungenutzt und warten auf eine Vermarktung. Doch ein Konzept sei in der Stadtverwaltung nicht zu sehen, so die CDU.

