Werbe hier
Veröffentlicht in

Der grüne Kutter sitzt jetzt auf dem Trockenen

Dorsten/Schermbeck. Atlantis hat es gerade hinter sich, Barkenberg steckt mittendrin, Schermbeck hat es noch weit vor sich: Die Überarbeitung der Schwimmbäder.

1,5 Millionen Liter Wasser flossen aus dem Dorstener Freizeitbad, dann konnten die Handwerker ihre Arbeit beginnen. In drei Wochen erledigten sie: Fliesen reinigen, Schäden beseitigen, Fugen nachbessern. Türen wurden ausgetauscht, Elektro-Installationen erneuert, Ventile nachgearbeitet.

Vieles mag auf den ersten Blick erkennbar sein, doch dass der Kutter „Ole Wismar“ nicht mehr schwimmt sondern auf dem Trockenen steht, ist unübersehbar. Das Chlorwasser hatte die Planken angegriffen.

Der Winterputz isst schon wieder abgeschlossen und das Freizeitbad wieder geöffnet. Neu ist unter anderem eine Plastikkugel, in der Badegäste übers Wasser laufen können.

Die nächste Verbesserung ist schon vorprogrammiert: Der Kutter soll in diesem Jahr nicht nur Blickfang sein, sondern begehbar werden.

Im Gegenzug schloss das zweite Dorstener Hallenbad in Barkenberg die Pforten. Vorsichtshalber bis zum 5. Februar, damit ausreichend Zeit bleibt für Reparatur-und Wartungsarbeiten. Beim letzten Winter-Renovieren hatte der Trägerverein des Hallenbades den Wieder-Eröffnungstermin mehrfach verschieben müssen, weil es zu unvorhersehbaren Problemen gekommen war. Auch hier ist das Wasser komplett abgelassen (wie es die Vorschriften verlangen). Die Stadt führt technische Arbeiten an Pumpen und Filteranlagen durch. Da die Technik nicht auf dem neuesten Stand ist, sind Überraschungen durchaus möglich. Sollten alle Arbeiten schneller abgeschlossen sein, wird das Bad auch früher geöffnet.

Die jährliche kleine Sanierung hat das Schermbecker Hallenbad schon hinter sich, die große Sanierung hat es noch vor sich. Seit mehr als einem Jahr wird diskutiert und bewertet. Ausgangslage war im Dezember 2009 ein Gutachten: Eine Kompletterneuerung des 32 Jahre alten Bades würde 2,5 Millionen Euro kosten. Das neue Gutachten vom Dezember 2010 kommt auf 2,1 Millionen Sanierungsbedarf und 1,2 Millionen für eine „abgespeckte“ Version.

In wichtigen Punkten sind sich die Fachleute einig: Eine Fassaden-Sanierung (insbesondere der Fensterfront) senkt drastisch die Energiekosten (auf die Hälfte). Doch Schermbeck kann sich die Überarbeitung und die Vorhaltung des Bades gar nicht leisten. Noch immer steht als mögliche Lösung im Raum: Die Sanierung auf drei oder mehr Jahre strecken. Danach will der Wassersportverein das Bad als Träger übernehmen und hat dafür schon fleißig Mitglieder eingesammelt. Bislang gibt es noch keinen Vertrag zwischen der Gemeinde und dem Verein.

Werbe hier