Ein Blick in die Gärten offenbart ein Bild von Wintermärchen. Ein trügerischer Eindruck, der kaum über die chaotischen Straßenverhältnisse hinwegtäuschen kann. Foto: GroneVest. Vorweihnachtlich winterlicher Stress auf allen Straßen: Stockender Verkehr auf allen Wegen, selbst auf den Schienen. Seit Tagen ist Schneeschippen angesagt. Und trotzdem: Es ist noch weitgehend gut gegangen, meldet die Polizei, das Verkehrschaos hielt sich in Grenzen, weil alle gaaaanz vorsichtig waren. Und doch gab es einige schwere Unfälle.Am Freitag zum Beispiel krachte es auf der A43 in Höhe Marl Nord. Ein Pferdetransporter drehte sich auf schneeglatter Fahrbahn, ein LKW fuhr in das Gespann. Von zwei Pferden musste eines eingeschläfert werden (siehe Bericht an anderer Stelle). Es gab zwar einige Unfälle mit Blechschäden mehr als sonst, aber die Autofahrer hätten ihre Fahrweise gut an die Witterungsbedingungen angepasst, so ein Polizeisprecher.In Recklinghausen war den Räumdiensten das Salz ausgegangen und es konnte nur Granulat gestreut werden. Dementsprechend rutschig waren die Straßen. Eine Nachlieferung des Salzes ist erst in der nächsten Woche zu erwarten – da der Winter fast ganz Europa im Griff hat, vermelden die Hersteller Lieferengpässe. Auch im öffentlichen Nahverkehr blieben die erwarteten chaotischen Zustände (fast) aus. Die Regionalzüge der Deutschen Bahn hatten in der Regel nur 15 Minuten Verspätung, fuhren aber regelmäßig, so ein Bahnsprecher.Genau so sah es bei den Bussen der Vestischen aus. Der Fahrplan konnte zwar nicht eingehalten werden, weil die Busse teilweise nur im Schritttempo vorwärts kamen, aber der Betrieb konnte aufrecht erhalten werden.Was die Autofahrer nervte, war Anlass zur Freude bei den Schülern. Einige durften schon um 11 Uhr am Donnerstagvormittag nach Hause gehen, damit sie sicher daheim ankamen. Für den Freitag galt für die Eltern der „Schulversäumnis“-Erlass. Sie konnten selbst entscheiden, ob sie ihre Kinder in die Schule schickten oder nicht.Sportler standen oft vor verschlossenen Türen, unter anderem in Waltrop, wo gleich drei Sporthallen geschlossen wurden. Man befürchtet den Einsturz der Flachdächer unter den gewaltigen Schneemassen.

